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Jochen und Panja Slomka haben mit ihren Kindern Fee und Niki (von links) alle Hände voll zu tun, die Welpenmeute fürs Familienfoto in Position zu bringen. Foto: Meyer
04.07.2019

Ein süßes Dutzend: Pforzheimer Riesenschnauzer-Zucht freut sich über zwölf Welpen

Pforzheim. Nachwuchs bei der Riesenschnauzerzucht von den Hohenäckern: Hündin Pearl bringt mit zwölf Welpen ihren größten Wurf auf die Welt. Ein stürmischer Haufen, der selbst die Züchterdynastie Slomka ganz schön auf Trab hält.

Direkt nacht der Schule gibt es für Fee und Niki nur einen Weg – ohne es eines weiteren Blickes zu würdigen, passieren die beiden Geschwister das Elternhaus und laufen schnurstracks in den Garten. Dort wartet nicht nur ihre Mutter Panja Slomka auf sie, sondern auch zwölf Riesenschnauzer-Welpen. Die toben im Bällebad, planschen im Hundepool oder faulenzen unter dem Sonnenschirm, während die Kinder sich für die erste ausgiebige Streicheleinheit des Tages bereitmachen. „Nugget, komm her“, ruft die elfjährige Fee und eines der Hündchen tapst auf wackeligen Beinen auf sie zu. Doch nicht nur Nugget. Auch Krümel, der kleinste Rüde des Wurfs, macht sich auf den Weg in Fees Arme. „Ich erkenne alle“, erklärt die Elfjährige stolz und nimmt das Nesthäkchen auf den Arm. Das liegt nicht nur an den verschiedenfarbigen Halsbändern. Denn die Slomkas sind eine echte Züchterdynastie und haben ihre gesamte Freizeit den Riesenschnauzern verschrieben.

Bildergalerie: Pforzheimer Riesenschnauzer-Zucht freut sich über zwölf Welpen

„Wir waren nie ohne Hunde, meine Frau und ich haben uns darüber kennengelernt“, erzählt Jochen Slomka, der, wenn er nicht gerade als Chirurg am Siloah St. Trudpert Klinikum arbeitet, ebenso wie seine Familie rund um die Uhr mit den Mini-Riesenschnauzern verbringt. Panja Slomka, die auch einen Hundesalon betreibt, hat sogar ihr Nachtlager in der Welpen-Hütte aufgeschlagen. Wenn die 47-Jährige das Essen für die Kleinen in der Küche vorbereitet – die hungrigen Mäulchen verlangen täglich nach vier Mahlzeiten – ist sie via Babyfon stets mit dem Garten verbunden.

Seit dem 12. Mai ist das Alltag für die Slomkas. Denn in dieser Nacht, pünktlich zum Muttertag, warf Hündin Pearl ihren Nachwuchs. Ein Kraftakt, nicht nur für das vierjährige Weibchen. „In dieser Nacht waren wir zu dritt, meine Mutter war auch dabei“, erzählt Jochen Slomka. Die Liebe zum Riesenschnauzer hat der 48-Jährige von ihr – wie Panja Slomka sie von ihrem Vater hat.

Von diesem stammt auch der Name der 1993 gegründeten Riesenschnauzer-Zucht mit dem Farbschlag Pfeffersalz, den die Slomkas nach mehrjähriger Pause 2012 übernahmen: „von den Hohenäckern“, ihrem Wohnort im Pforzheimer Norden entsprechend. Seitdem haben sie sechs Würfe mitgemacht. Für die Zucht an sich ist es der 14. – daher auch N-Wurf, nach dem 14. Buchstaben im Alphabet. Viele von ihnen haben preisgekrönte Tiere hervorgebracht, wie Kurfürstin Sunny von den Hohenäckern, ebenfalls eine Tochter Pearls und ihres Zeichens Champion-Hündin, Weltjugendsiegerin sowie Europameisterin der Rasse Riesenschnauzer Pfeffersalz.

Tatsächlich sind die zwölf Welpen allesamt Vollblut-Geschwister Sunnys, denn auch der Vater ist beim N-Wurf derselbe: der sechsjährige Rüde und internationale Champion Brian Ve-Fi. „Diese Paarung zu wiederholen war also fast Pflicht, wenn man sieht, was für eine äußerst erfolgreiche Hündin Sunny ist“, erklärt Jochen Slomka stolz.

Dass gleich zwölf Champion-Kinder kommen sollten, war dann aber doch ein kleiner Schock für die Familie. „Als der Tierarzt uns nach dem Ultraschall gesagt hat, dass es so viele Welpen sind, musste ich schon kurz schlucken“, gesteht Panja Slomka lachend. Acht Welpen seien schon ein vergleichsweise großer Wurf. Aber gleich ein Dutzend? „Das hatten wir noch nie und das ist auch wirklich selten“, berichtet Jochen Slomka. Wobei Pearl mit zwölf Zitzen – die in den ersten zwei Wochen nach dem Wurf rund um die Uhr belegt waren – geradezu „prädestiniert“ für viel Nachwuchs sei.

Mehr Infos auf www.riesenschnauzer-hohenaeckern.de

Mehr über den Riesenschnauzer-Nachwuchs lesen Sie am Freitag, 5. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.