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Die Einsatzkräfte Joachim Schwab (links) und Jochen Gaidetzka demonstrieren aktive Soforthilfe bei Lukas Bethge, der das (unversehrte) Unfallopfer mimt. Foto: Jähne
Die Einsatzkräfte Joachim Schwab (links) und Jochen Gaidetzka demonstrieren aktive Soforthilfe bei Lukas Bethge, der das (unversehrte) Unfallopfer mimt. Foto: Jähne
06.09.2015

Einblick in die Arbeit der Retter

„Mit unserem alljährlichen Sommerfest wollen einen umfangreichen Einblick in unsere Arbeit gewährleisten, um somit das Vertrauen zur Bevölkerung weiter aufrecht zu erhalten“, sagt Alexander Bethge, Bereitschaftsleiter der Pforzheimer Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Fragen beantwortet

Die Retter in rot-weiß sind zur Stelle, wenn es um die Unterstützung bei Brandeinsätzen oder Soforthilfe bei Unfällen geht – dass es sich bei der Arbeit jedoch um weitaus mehr handelt, als nur um den Transport von Kranken und Verletzten, zeigten zwei Rettungssimulationen am Samstagnachmittag: Von der ersten Diagnose bis hin zur Infusion beweisen die Einsatzkräfte binnen weniger Minuten fundiertes Fachwissen und Fingerfertigkeit.

Ob Familienangehörige bei der Fahrt ins Krankenhaus ebenfalls dabei sein dürften, will eine Besucherin wissen. Bethge entgegnet, dass es immer auf den jeweiligen, individuellen Fall ankäme: Bei Kindern ja und sogar Dolmetscher werden neuerdings an Bord zugelassen. „Bislang haben wir im Bereich der Flüchtlingshilfe noch nichts unternommen. Allerdings sind wir in Anbetracht der aktuellen Geschehnisse in ständiger Bereitschaft“, so der Bereichsleiter, der bis zu 1600 Einsätze pro Jahr verbuchen kann.

Den Anforderungen stünde ein Kontingent von 50 Sanitätern und zehn, mit modernster Technik versehenen Einsatzwägen gegenüber, bestätigt Pressereferent Frank Herholz. „Natürlich war unsere Fahrzeugflotte am Samstag und am Sonntag zur Besichtigung geöffnet“, berichtet Herholz, um das Programm mit Kinderschminken und zwei überdimensionalen Hüpfburgen zu ergänzen.

Dass im Vorfeld rund 400 Knödel eigenhändig von den ehrenamtlichen Einsatzkräften gerollt wurden, reicherte das Sommerfest um eine zusätzliche, humorvolle Facette an.

Allerdings stellt der Pressebeauftragte noch einen weitaus wichtigeren Aspekt hervor: „Besonders anhand von unseren Rettungsdemonstrationen wollen wir den Zuschauern das entsprechende Know-how vermitteln, um bei einem Ernstfall selbst eingreifen zu können. Egal, in welcher Form: Wer aktive Hilfe leistet, kann prinzipiell nichts falsch machen“, so Herholz.