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Sie sind bestürzt darüber, dass die Einbrecher auch Geld aus den Spendendosen des Kinderschutzbunds gestohlen haben: Michaela Schillioglu, die Vorstandsvorsitzende Ursula Sickinger sowie die Geschäftsführerin Doris Möller-Espe (von links). Foto: Ketterl
Sie sind bestürzt darüber, dass die Einbrecher auch Geld aus den Spendendosen des Kinderschutzbunds gestohlen haben: Michaela Schillioglu, die Vorstandsvorsitzende Ursula Sickinger sowie die Geschäftsführerin Doris Möller-Espe (von links). Foto: Ketterl
21.12.2016

Einbruch hinterlässt Spuren: PZ-Hilfsorganisation unterstützt Kinderschutzbund

Wenn sie oder Kollegen abends noch in der Villa arbeiten, lassen sie im ganzen Haus die Lichter brennen. Sie schauen immer wieder aus dem Fenster und vergewissern sich, dass alles belebt aussieht. „So ein Einbruch macht etwas mit einem“, sagt Doris Möller-Espe. Noch immer sind die Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds Pforzheim-Enzkreis und die Vorstandsvorsitzende Ursula Sickinger fassungslos darüber, welcher Anblick sie Mitte Dezember in der Geschäftsstelle an der Tunnelstraße erwartete.

Dort sah es verheerend aus: die Glastür zertrümmert, Computer und Kabel auf dem Boden, alle Schubladen und Regale herausgerissen und überall Scherben. Wie berichtet, waren Einbrecher nachts durch eine eingeschlagene Scheibe ins Gebäude eingestiegen. In der Villa richteten sie nicht nur großen Sachschaden an, sie stahlen auch fünf Laptops und Geld aus den eingeschlossenen Spendendosen. „Das ist besonders bitter, denn dieses Geld sparen sich Kollegen ab, um davon für eine Familie einen Spielgruppenplatz zu bezahlen“, sagt Möller-Espe, die den Gesamtschaden auf eine fünfstellige Summe beziffert.

Auch Michaela Schillioglu, die beim Kinderschutzbund putzt und dort just nach dem Einbruch ihren ersten Einsatztag hatte, war betroffen von der Zerstörung. „Der Kinderschutzbund hat nicht so viel Geld und ist doch auf Spenden angewiesen“, begründete sie einen Brief an die „Pforzheimer Zeitung“ mit der Bitte, zu helfen. Und sie fand Gehör: Die PZ-Hilfsorganisation „Menschen in Not“ unterstützt den Kinderschutzbund mit 500 Euro. Nun hofft Möller-Espe, sich endlich auf Weihnachten und den Jahresabschluss mit den Kindern konzentrieren zu können.