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So lebendig kann Mode sein: Die Abschluss- und Semesterarbeiten der Pforzheimer Modedesign-Studenten boten überraschende Ein- und Ausblicke. © TV-BW
14.07.2012

Eindrucksvolle Fashionshow der Pforzheimer Modestudenten - Vier Preise vergeben

Avantgardistisch, futuristisch, unkonventionell: Die an der Pforzheimer Hochschule studierenden Nachwuchsdesigner geizten bei der Modenschau im CongressCentrum nicht mit Ideenvielfalt und machen ihren Vorbildern alle Ehre. Ob es zum großen Durchbruch reicht? Das Publikum und die Juroren jedenfalls waren von den Entwürfen beeindruckt.

Bildergalerie: Fashionshow der Studenten: So lebendig ist Mode - 2

Bildergalerie: Fashionshow der Studenten: So lebendig ist Mode - 1

„Ich bin hin und weg“, resümierte ein Zuschauer, nachdem die letzte Kollektion des Abends auf dem Laufsteg präsentiert worden war. Anderthalb Stunden lang waren am Freitag und Samstag die Semester- und Abschlussarbeiten der Studierenden zu begutachten. Es gab viel zu sehen – von eleganter Damenmode bis hin zu an Science-Fiction erinnernde Bekleidung war alles dabei. Die vorgegebenen Themen waren von Semester zu Semester verschieden.

Bildergalerie: Szenen der Modenschau Pforzheimer Designstudenten

Eine Gastkollektion Studierender der „Nagoya University of Art and Design“ in Japan, wurde vor den Abschlusskollektionen gezeigt. Auch die Japaner überzeugten mit ausgefallener, und pfiffiger Mode. Ein ganzes Semester hatten die Jungdesigner investiert in den Höhepunkt, die Modenschau. Der Aufwand und die harte Arbeit zahlten sich aus.

Für die Materialien und Stoffe, die für die Kollektionen benötigt werden, kommen die Studenten meist selber auf. Umso bedeutender ist es, dass es die Möglichkeit gibt, für die geleistete Arbeit belohnt zu werden.

Anspruchsvolle Juroren

Der „La Biosthétique“-Förderpreis, der jeweils am Ende eines Semesters, in drei Kategorien – Stil, Innovation und Zeitgeist – verliehen wird, unterstützt ausgezeichnete Studierende in ihrem Engagement und ermöglicht ihnen, ihre Arbeit unbeschwerter und eventuell auf ungewöhnlichem Wege fortzuführen. Die Auswahlkriterien sind anspruchsvoll. Neben den Mappen bewerten die Jurymitglieder die Präsentation der Kollektion auf dem Laufsteg. Die bemerkenswerte Leistungsdichte machte es der international besetzten, hochkarätigen Jury nicht gerade einfach. Von den insgesamt neun Nominierten sollten drei als Gewinner hervorgehen.

Nach einer diskussionsreichen Nacht wurde entschieden, dass ausnahmsweise ein vierter Preis, der „Prix de Jury“, vergeben wird. Die Entscheidung bei dem „Prix d‘Innovation“, bei dem vor allem auf die innovative Leistung Wert gelegt wird, fiel auf „dukun santet“, die Kollektion der im sechsten Semester Studierenden Damaris Moos und Sarah Huber.

Julia Hefner hat mit ihrer „Manufactory“-Abschlusskollektion den „Prix de Style“ eingeheimst, bei der die stilistische Leistung im Vordergrund steht. Das Augenmerk des „Prix de Concept Contemporain“ liegt auf dem zukunftsweisenden Konzept im Bereich der Mode. Diesen Preis konnte Friederike Richter mit ihrer BA-Thesis „transition“ einholen.

Für eine Überraschung sorgte Christian Riegler mit der Kollektion „Antagonist“. Er bekam den „Prix de Jury“, den Sonderpreis der Juroren. Die Ehrungen nahmen am Samstag Daniela Weiser, Schirmherrin des Fashion Awards, und Sybille Klose, Professorin der Werkschau vor. mac