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Für die Kaltunterkunft- und Nebenkostengebühr pro Quadratmeter und Monat gibt es künftig fünf Kategorien.
Für die Kaltunterkunft- und Nebenkostengebühr pro Quadratmeter und Monat gibt es künftig fünf Kategorien. © Symbolbild Adobe Stock
23.05.2019

Eine Stromgebühr für alle: Kosten für Obdachlose und Flüchtlinge neu abgerechnet

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim möchte ihre Gebührenkalkulation für das laufende Jahr sowohl für die Obdachlosen– als auch für die Flüchtlingsunterkünfte fortschreiben. Deshalb schlägt sie eine neue Gebührensatzung vor, in beiden Bereichen einen Pro-Kopf-Strom-Verbrauch von monatlich 35 Euro festzusetzen. Der Ausschuss für Soziales und Beschäftigung hat dafür grünes Licht gegeben.

Grundlage war der Wunsch nach einer echten Kalkulation, die allerdings Schwierigkeiten bereitet habe, wollte man die Gebühren etwa in Bedarfsgemeinschaften der Anschlussunterbringungen staffeln. Die entsprechende personenbezogene Stromgebühr wurde auf Basis der Verbrauchszahlen des Jahres 2018 geteilt durch die Belegungszahlen des Jahres 2018 kalkuliert.

Für die Kaltunterkunft- und Nebenkostengebühr pro Quadratmeter und Monat gibt es künftig fünf Kategorien. So soll die Gebühr in den Obdachlosenunterkünften ohne Zentralheizung im Eutinger Tal etwa monatlich pro Quadratmeter 12,10 Euro betragen (für die dortige Anschlussunterbringung der Flüchtlinge ohne Zentralheizung 17,10 Euro). Die Obdachlosenunterkünfte im Stadtgebiet sowie im von der Stadtbau sanierten Eutinger Talweg 48 bis 61 mit Zentralheizung kosten demnach pro Quadratmeter 13,92 Euro (in der Anschlussunterbringung mit Zentralheizung werden 22,40 Euro fällig). In Gemeinschaftsunterkünften werden 18,50 Euro berechnet.

Dass sich die Nebenkosten für Obdachlose und Asylbewerber unterschiedlich darstellen, erklärt die Stadtverwaltung so: Die Anschlussunterbringungen seien im Gegensatz zu den Obdachlosenunterkünften möbliert und mit Elektrogeräten ausgestattet. Der Grund dafür liege darin, dass Asylbewerber meist ohne Möbel ankämen, Obdachlose aber oftmals über Hausstand verfügten. Es würden vier Personalstellen für Hausmeisterarbeiten beziehungsweise Wohnheimleitung im Raum Eutingen umgelegt.

Für den Bereich der Obdachlosenunterbringung im Eutinger Tal mit über hundert Betroffenen übernehme lediglich der Hauswart der Stadtbau die technische Betreuung. Durch die Veränderungen im Rahmen des dezentralen Unterbringungskonzeptes benötige die Stadt allerdings auch im Obdachlosenwesen mehr Hausmeisterkapazitäten. Im Moment erhöhe man den Personaleinsatz.