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Ein Blumengebinde namens der Stadt Pforzheim, des Gemeinderats und des Oberbürgermeisters zum Gedenken an die Deportation der Pforzheimer Juden haben Kulturamts-Leiterin Angelika Drescher, Büchenbronns Ortsvorsteher Bernhard Schuler und Stadtarchiv-Leiterin Klara Deeke (von links) am ehemaligen Hauptgüterbahnhof niedergelegt.  Foto: Meyer 

Eine unbekannte Geschichte von Hilfe und Widerstand: Wer hat Pforzheimer Kinder aus dem Lager Gurs herausgeholt?

Pforzheim. In der Mensa der Nordstadtschule hätte am Donnerstag eine Gedenkfeier stattfinden sollen, bei der der Deportation von knapp 200 Pforzheimern am 22. Juli 1940 gedacht worden wäre. Die Veranstaltung fiel coronabedingt aus. Stattdessen legten am ehemaligen Hauptgüterbahnhof Kulturamts-Leiterin Angelika Drescher, die Chefin des Stadtarchivs, Klara Deeke, und der Büchenbronner Ortsvorsteher Bernhard Schuler ein Blumengebinde nieder. Hier fuhr der Sonderzug mit den in Viehwaggons gesteckten Juden ab – drei Tage lang, bis die Verschleppten im Internierungslager Gurs am Fuß der Pyrenäen an. Für viele von ihn sollte dies nicht die Endstation sein – sondern die Gaskammern von Auschwitz, nachdem Gurs 1942 aufgelöst und die Deportierten nach Osten verschleppt und fast aller ermordet wurden.

Einer, der sich um die Aufarbeitung dieses dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte verdient gemacht hat, ist der ehemalige Lehrer und Historiker Gerhard Braendle.

„Fast 80 Prozent der erwachsenen Deportierten aus Pforzheim

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