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29.08.2017

Eingliederungshilfen sind größter Brocken im Sozialhaushalt

Pforzheim. Bis zu 120.000 Euro pro Jahr kann es kosten, einen Schwerbehinderten in einer therapeutischen Wohngruppe unterzubringen und personell zu betreuen. Das städtische Jugend- und Sozialamt verzeichne momentan sechs dieser extrem teuren Fälle, für die die Kommune finanziell aufkommen müsse, erklärt Leiter Rüdiger Staib.

Von dem gesetzlichen Anspruch auf gesellschaftliche Teilhabe profitieren momentan insgesamt 296 Menschen in Pforzheim. Die stationäre Unterbringung samt Werkstatt und Taschengeld schwankt bei den Kosten zwischen knapp 57.000 Euro und 82.000 Euro im Jahr.

Die Eingliederungshilfen sind im gesamten Sozialetat der größte Brocken. Sie steigen seit Jahren, ohne dass die Kommune etwas dagegen machen könnte oder Aussicht auf finanzielle Entlastung durch den Bund hat.2016 musste die ohnehin klamme Stadt dafür 23,9 Millionen Euro ausgeben. Für das Jahr 2021 gehen städtische Prognosen gar von 28,1 Millionen Euro aus. Nicht reingerechnet seien gesetzliche Veränderungen in Form des Bundesteilhabegesetzes, die weitere Ausgaben in Millionenhöhe befürchten lassen.

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