In deutschen Städten stehen Verleiher schon in den Startlöchern. Foto: Christoph Soeder
In deutschen Städten stehen Verleiher schon in den Startlöchern.  Foto: Christoph Soeder 
760_0900_99692_120410326.jpg
E-Scooter sollen schon bald auch in Pforzheim zum Straßenbild gehören.  Foto: dpa 

Einige Hürden bis zum Elektroroller-Start in Pforzheim

Pforzheim. E-Scooter könnten Pforzheim bei der Mobilitätswende helfen. Die Verkehrswacht sieht eine Gefahr für jugendliche Fahranfänger.

Der Bundesrat hat kürzlich grünes Licht für die Mikromobilität in deutschen Städten gegeben, indem er der Verordnung über Elektrokleinstfahrzeuge zugestimmt hat. Zunächst müsse aber die Bundesregierung noch Änderungen der Verkehrsordnung, wie zum Beispiel zum Mindestalter, umsetzen, erklärt Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler. Sie sieht das neue Gefährt als Teil der Mobilitätswende grundsätzlich positiv. Elektrostehroller sollen ab Sommer legal auf den Straßen mit bis zu 20 Stundenkilometern unterwegs sein, benutzen dürfen sie Jugendliche ab 14 Jahre.

Mit einer Forderung haben sich die Bundesländer jedoch gegen das Bundesverkehrsministerium durchgesetzt: Elektrostehroller müssen auf Radwegen oder der Fahrbahn fahren – egal wie schnell sie sind. Die Leih-E-Scooter haben nur eine kurze Lebensdauer. Städte wie Karlsruhe und Stuttgart werden bereits von Sharing-Firmen angefragt – es kursiert aber auch die Angst vor einer Schwemme. Viel Einfluss auf die Scooter-Anbieter haben die Städte offenbar aber nicht, solange diese keine festen Stationen auf öffentlichen Plätzen einrichten. Bürgermeisterin Schüssler erklärt dazu: „Ja, wir sind bereits seit einiger Zeit mit einem Anbieter im Gespräch oder besser in einem Informationsaustausch.“

Auf manchen Straßen in Pforzheim sieht Schüssler die Scooter sehr unkritisch. „Wenn ich allerdings an Scooter auf dem Innenstadtring denke ...“, erklärt sie. Daniela Vogel, Vorsitzende der Verkehrswacht Pforzheim, beurteilt die Einführung eines weiteren Kraftfahrzeugs auf den Straßen vor allem für Jugendliche ab 14 Jahren kritisch. Sie befürchtet einen Anstieg der Unfallzahlen, vor allem, da Pforzheim Radwege fehlten. Die Verkehrswacht wolle gegebenenfalls mit einem Aufklärungsangebot reagieren.

Martina Schaefer

Martina Schaefer

Zur Autorenseite