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So soll das Einkaufszentrum auf der Postwiesenstraße aussehen. von der Böschung her sieht Architekt Peter W. Schmidt vor, dass das Grün aufs Dach übergeht. Die Parkplätze werden zur Straße hin durch eine Glaswand abgeschirmt. Blick von oben auf das Einkaufszentrum, das mit seinen überdachten Stellplätzen begrünt wird.
So soll das Einkaufszentrum auf der Postwiesenstraße aussehen. von der Böschung her sieht Architekt Peter W. Schmidt vor, dass das Grün aufs Dach übergeht. Die Parkplätze werden zur Straße hin durch eine Glaswand abgeschirmt. Blick von oben auf das Einkaufszentrum, das mit seinen überdachten Stellplätzen begrünt wird.
So soll das Einkaufszentrum auf der Postweisenstraße aussehen. von der Böschung her sieht Architekt Peter W. Schmidt vor, dass das Grün aufs Dach übergeht. Die Parkplätze werden zur Straße hin durch eine Glaswand abgeschirmt.Bu 2: Blick von oben auf das Einkaufszentrum, das mit seinen überdachten Stellplätzen  begrünt wird.
So soll das Einkaufszentrum auf der Postweisenstraße aussehen. von der Böschung her sieht Architekt Peter W. Schmidt vor, dass das Grün aufs Dach übergeht. Die Parkplätze werden zur Straße hin durch eine Glaswand abgeschirmt.Bu 2: Blick von oben auf das Einkaufszentrum, das mit seinen überdachten Stellplätzen begrünt wird.
16.04.2012

Einkaufsmarkt im Rodgebiet: Die Wiese soll aufs Dach

Pforzheim. Seit dem bekanntgeworden ist, dass auf dem bisherigen Wiesengrundstück an der Postwiesenstraße ein Einkaufsmarkt mit 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche geplant ist, gibt es ein lebhaftes Für und Wider des Projekts. Nachdem die Stadtverwaltung die dazu notwendige Änderung des Bebauungsplans in einer Ausschusssitzung im Gemeinderat vorgestellt hatte, liegt seit Montag im Technischen Rathaus ein Bündel von Unterlagen – Pläne, Gutachten (Marktanalyse, Verkehr, Lärm) und weitere Informationen – zur Einsicht aus.

Mit knapper Mehrheit hatte der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Südlich der Postwiesen“ beschlossen. Damit soll geklärt werden, ob auf dem vorgesehenen Areal statt einer Wohnbebauung auch ein Einkaufsmarkt mit Vollsortiment möglich ist. Den wollen die Grundstückbesitzer, die Baugesellschaften Pforzheimer Bau und Grund sowie Familienheim, nach einem Entwurf des Architekturbüros von Peter W. Schmidt (Pforzheim) verwirklichen.

Die Stadt hat für das Bebauungsplanverfahren das private Büro Modus Consult Karlsruhe beauftragt. Die CIMA Beratung + Management GmbH (Stuttgart) hat dazu eine 24-seitige „Markt- und Verträglichkeitsanalyse“ erstellt. In einer zusammenfassenden Bewertung heißt es unter anderem: „Im gesamten Stadtteil Südweststadt ist kein vergleichbarer Anbieter im Lebensmittelmarktsegment vorhanden. Mögliche Umsatzverteilungseffekte gegenüber Einkaufslagen außerhalb des Stadtteiles treten in der Gesamtheit nur in einem geringen Umfange (maximal zwei Prozent) auf.“ Da die Erschließung über die Postwiesenstraße (Tempo30-Zone) erfolge, seien Lärmschutz und Verkehrserschließung bei der weiteren Planung zu berücksichtigen, „um Beeinträchtigungen für das Wohnumfeld zu minimieren“, so die CIMA abschließend.

In einem schon bei den ersten Beratungen vorlegten Lärmgutachten, war darauf verwiesen worden, dass dies bereits im Vorfeld geklärt worden sei. Fazit: „Der Lebensmittelmarkt mit Vollsortiment kann mit den entsprechenden Schallschutzmaßnahmen verträglich in die Umgebung integriert werden, unter anderem mit einer gestalteten Stellplatzüberdachung.“ Der Entwurf von Architekt Schmidt sieht dazu vor, dass die bestehende Wiese sozusagen aufs Dach des Einkaufszentrums und der Stellplätze geführt wird, die ihrerseits zur Straße hin durch eine Glaswand abgetrennt sind. Entlang des Gehwegs ist außerdem eine Baumreihe vorgesehen.

Von Modus Consult stammt auch das vorliegende Verkehrsgutachten, das sich unter anderem auf eine mehrtägige Verkehrszählung Anfang März 2012 bezieht. Mit insgesamt rund 1500 Fahrten (90 Schwerverkehr, davon 60 Linienbusse) am Tage liege eine „vergleichsweise geringe Belastung“ vor, heißt es. Abweichend von den typischen Spitzen zu Zeiten des Berufsverkehrs ergebe sich eine zusätzliche Spitze zwischen 12.30 und 13.30 Uhr, was auf den Bring- und Holverkehr der Schüler und Kinder der Goetheschule, des Waldorfkindergartens sowie des Reuchlin-Gymnasiums zurückgeführt wird. Mit dem Einkaufsmarkt wird eine weitere Spitzenstunde zwischen 17 und 18 Uhr erwartet.

Die Gutachter hatten auch die weitere Entwicklung der Wohngebiete auf dem Rodrücken im Blick und gehen dadurch für das Jahr 2025 für die Postwiesenstraße von 1700 Fahren pro Tag aus. Was die Zu- und Abfahrt zu einem Einzelhandelsmarkt betrifft, so haben die Fachleute rund 850 Einkaufsfahrten (vier Lastwagen) täglich errechnet. Dabei sei davon auszugehen, dass die Hälfte sowieso hier durchfahren würde, die andere Hälfte ergebe sich wegen des Einkaufmarktes.

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