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Schauspielerin Joanne Gläsel im Kulturhaus Osterfeld in der Rolle einer resoluten Putzfrau, hier als Marie Juchacz. Foto: Tilo Keller
Schauspielerin Joanne Gläsel im Kulturhaus Osterfeld in der Rolle einer resoluten Putzfrau, hier als Marie Juchacz. Foto: Tilo Keller
17.01.2019

Einmischen statt durchwischen: Eröffnung der Frauenwahlrecht-Schau

Pforzheim. Jenen Frauen, die sich für das Frauenwahlrecht eingesetzt haben, sowie den Frauen, die das politische Geschehen in Pforzheim mitbestimmt haben oder dies aktuell tun, ist eine Ausstellung im Kulturhaus Osterfeld gewidmet.

Diese ist anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Frauenwahlrecht“ auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim und des Enzkreises in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Pforzheim entstanden. Bei der Eröffnung am Mittwochabend herrschte großer Andrang, wobei der äußerst geringe Männeranteil auffiel.

Dass das in den politischen Gremien ganz anders aussieht, machte Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler deutlich. „Heutzutage scheinen Frauen in der Politik selbstverständlich zu sein, aber der Schein trügt“, sagte sie in ihrem Grußwort. Sie führte einen Frauenanteil von rund 30 Prozent im Bundestag an und hatte mit 27,5 Prozent auch den Frauenanteil im Pforzheimer Gemeinderat parat. Einen teilweise deutlich geringeren Frauenanteil nannte sie für die Ortschaftsräte, in Hohenwart ist das Gremium sogar komplett männlich besetzt. „Wir können angesichts der drastischen Zahlen, von einer Quote von 70 Prozent Männeranteil sprechen“, sagte Schüssler. „Stellen Sie sich vor, wenn nach der nächsten Wahl das Geschlechterverhältnis umgekehrt wäre“, forderte sie auf, mehr Frauen zu wählen.

Mehr lesen Sie am Freitag, 18. Januar 2019 in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.