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Die Zahl der Zweitklässler, die die Klasse wiederholen müssen, ist an der Nordstadtschule in diesem Jahr nur ein wenig höher als im Vorjahr. 

Eklatanter Anstieg an Sitzenbleibern? Rektor der Nordstadtschule rückt Zahlen gerade

Pforzheim. Die Nachricht im gemeinsamen Schulbeirat hatte aufhorchen lassen, doch nun gibt Oliver Hesselschwerdt Entwarnung. „Ich kann nicht bestätigen, dass wir einen eklatanten Anstieg bei Kindern haben, die sitzenbleiben“, sagt der Rektor der Nordstadtschule auf PZ-Anfrage.

Er relativierte damit die Aussage von Stadträtin Ellen Eberle, an seiner Bildungseinrichtung müsse die Hälfte der Zweitklässler die Klasse wiederholen. Vielmehr handele es sich bei diesen Kindern um Schüler der Sprachförderklasse, die vor allem in Nebenfächern früh an Regelklassen angedockt würden. „Wir sind natürlich froh, wenn diese Kinder versetzt werden, aber es ist nicht das erklärte Ziel“, sagt Hesselschwerdt. Vielmehr hätten manche noch längere Zeit Förderbedarf und blieben daher ein weiteres Jahr in der zweiten Klasse. „Diese Kinder haben einen eigenen Status und bekommen auch kein Jahreszeugnis“, sagt er. Seinen Angaben zufolge werden voraussichtlich 15 von 120 Zweitklässlern in diesem Jahr nicht versetzt. Das sei lediglich ein bisschen mehr als im Vorjahr. Der Schulleiter beobachtet jedoch bei allen Grundschülern, dass die Sprachfähigkeit und das Vokabular der Kinder abnimmt. „Migration spielt hier keine Rolle, das ist generell rückläufig“, sagt er.