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Zwei Jahre auf Bewährung urteilte die Auswärtige Große Strafkammer des Ladgerichts Karlsruhe. Symbolbild Fotolia
Zwei Jahre auf Bewährung urteilte die Auswärtige Große Strafkammer des Ladgerichts Karlsruhe. Symbolbild Fotolia
07.11.2018

Elfjähriger Tochter die Augenhöhle gebrochen – Bewährung für 32-Jährigen

Pforzheim. „Es gibt Momente im Leben, die würde man am liebsten vergessen machen“, sagt Staatsanwältin Rebecca Vogt eingangs ihres Plädoyers – und sie endet doch bei einer Forderung von drei Jahren Haft für einen 32 Jahre alten Yeziden aus dem Irak, der nach seinem Teilgeständnis verurteilt werden wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung einer Schutzbefohlenen, seiner im Juni dieses Jahres elfjährigen Tochter.

Dem fünffachen Vater wird vorgeworfen, seine Tochter aus nichtigem Anlass – es geht vordergründig um ein abhanden gekommenes Navigationsgerät – stark geschlagen zu haben. Das Kind trug den Bruch einer Augenhöhle davon. Zwei Jahre auf Bewährung, urteilt die Auswärtige Große Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe unter Vorsitz von Andreas Heidrich und schließt sich der Strafforderung von Rechtsanwältin Jasmin Wanka-Bachmeyer (Stuttgart) an. Der 32-Jährige, für den – wie für seine Angehörigen im Zuschauerraum – der Prozess ein Wechselbad der Gefühle ist, muss ein Anti-Aggressions-Training absolvieren und 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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