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Stellen sich den Fragen der Eltern, Bürger und Ortschaftsräte: Rektorin Rebecca Stralendorff, Volker Traub, Leiter des Staatlichen Schulamts, Schulbürgermeisterin Monika Müller und Ortsvorsteher Karl Schröck (von links).
Stellen sich den Fragen der Eltern, Bürger und Ortschaftsräte: Rektorin Rebecca Stralendorff, Volker Traub, Leiter des Staatlichen Schulamts, Schulbürgermeisterin Monika Müller und Ortsvorsteher Karl Schröck (von links).
Rund 60 Interessierte sind zur Infoveranstaltung in die Mehrzweckhalle gekommen. Fotos: Ketterl
Rund 60 Interessierte sind zur Infoveranstaltung in die Mehrzweckhalle gekommen. Fotos: Ketterl
30.11.2017

Eltern bangen um die Hohenwarter Grundschule

Pforzheim-Hohenwart. Seit zweieinhalb Jahren ist für die Grundschule Hohenwart kein Rektor zu finden. Rebecca Stralendorff, Schulleiterin in Huchenfeld, führt diese seither kommissarisch – eine unentgeltliche Doppelbelastung, die sie über das laufende Schuljahr hinaus nicht länger bereit ist zu tragen. Die Lösung könnte die organisatorische Zusammenlegung der Grundschulen sein. Über diese Option informierten am Mittwoch neben Stralendorff Schulbürgermeisterin Monika Müller und der Leiter des Staatlichen Schulamts, Volker Traub. Unverständnis und Sorge um die Zukunft kennzeichneten weite Teile der Diskussion mit Eltern und Ortschaftsräten.

Nach einer Zusammenlegung könnte man die Schüler aus Huchenfeld und der Außenstelle Hohenwart zusammenzählen. Es wären dann mehr als 180 – und Stralendorff hätte somit Anrecht auf einen Konrektor, den es derzeit nicht gibt. Mit ihm könnte sie die Aufgaben teilen. Beide Standorte sollen trotz organisatorischer Verbindung erhalten bleiben, versicherte Müller. Der Schulbezirk bleibe unverändert. Beide Schulen würden unverändert eigene Budgets und Lehrerwochenstunden haben, die nach der jeweiligen Schüler- oder Klassenzahl berechnet werden.

Ohne Fusion würde die Hohenwarter Rektorenstelle weiter ausgeschrieben – mit wenig Aussicht auf Erfolg. „Es gibt momentan niemanden, der sich beworben hat“, so Müller. Rektoren für Grundschulen zu finden, ist laut Traub im gesamten Land ein Problem. Sollte Hohenwart nicht fusionieren, müsse er eine kommissarische Leitung bestimmen, Diese habe dann aber nur die Aufgabe, den Betrieb aufrecht zu erhalten – heißt: keine Schulentwicklung, keine Projekte, keine baulichen Veränderungen, keine Elterngespräche, keine Trägergespräche. „Und dann wechselt jedes Jahr die Leitung.“

Schulen, Ortschaftsrat sowie die Eltern der Kita- und Schulkinder wollen sich nun beraten und ihr Votum dem Gemeinderat mitteilen. Dieser muss eine Entscheidung für oder gegen eine organisatorische Zusammenlegung treffen. Tut er dies im Januar oder Februar, bleibt mit einem halben Jahr Vorlauf genug Zeit, um bis Schuljahresbeginn 2018 alles zu regeln. Die Stadt als Schulträger würde dann einen Antrag ans Regierungspräsidium stellen.

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