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17.07.2015

Eltern machen sich für Gemeinschaftsschule stark

Pforzheim. Das Ringen um Pforzheims erste Gemeinschaftsschule hält an. Angesichts der Bedenken mehrerer Fraktionen im Gemeinderat droht die als Kooperation an der Schanz- und der Nordstadtschule geplante neue Schulform zu scheitern (die PZ berichtete). Die Elternvertreter vor Ort haben ihre Entscheidung bereits getroffen – klar pro Gemeinschaftsschule.

Anfangs seien auch einige Eltern skeptisch gewesen, berichtet Ayla Cinlibas, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende und Vorsitzende des Fördervereins der Schanzschule. dies habe sich aber spätestens nach der Visitation durch das Staatliche Schulamt geändert. Das Amt selbst hält sich mit einer öffentlichen Beurteilung des Konzepts zurück. Dessen Leiter Volker Traub betont, dass es Aufgabe der Stadt sei, einen Antrag auf Gemeinschaftsschule zu stellen. Zudem liege der Bericht zur Visitation noch nicht vor. Traub verweist aber darauf, dass es eindeutige Gremienbeschlüsse gebe – wie berichtet, haben sich sowohl die Gesamtlehrerkonferenzen als auch die Schulkonferenzen für die Gemeinschaftsschule ausgesprochen. Und Traub berichtet, dass die Schulleitungen ihr Konzept „überzeugend dargestellt“ hätten, alle Beteiligten seien „positiv gestimmt“ gewesen.

Eltern berichten, dass die Experten vor Ort von einem „Juwel“ gesprochen hätten. „Ich finde das ganz toll, was unsere Schulleiterin Elisabeth Eser, ihre Kollegen und das Kollegium der Nordstadtschule da aufgebaut haben“, sagt Ayla Cinlibas. Sie spricht von einem Konzept „mit Hand und Fuß“, das Kinder individuell „nach Leistung und Kenntnis“ fördere und ihnen unterschiedliche schulische Abschlüsse ermögliche. Ein Scheitern würden die Eltern sehr bedauern, sagt Cinlibas, die darauf hofft, dass sich die Kritiker in den Reihen der Stadträte vor ihrer Entscheidung in den Schulen selbst ein Bild von der Arbeit und den Zielen machen.