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Hannelore Mauer (vorne) ist die erste Rollstuhlfahrerin, die einen der neuen Lifte ausprobierte. Bislang war ihr Bekannter Rudolf Feitenhansel (rechts ) auf die Hilfe von Bahnbediensteten angewiesen, um ihr über Gleise zu helfen. Ein unhaltbarer Zustand, wie auch OB Gert Hager (links) fand.
Hannelore Mauer (vorne) ist die erste Rollstuhlfahrerin, die einen der neuen Lifte ausprobierte. Bislang war ihr Bekannter Rudolf Feitenhansel (rechts ) auf die Hilfe von Bahnbediensteten angewiesen, um ihr über Gleise zu helfen. Ein unhaltbarer Zustand, wie auch OB Gert Hager (links) fand. © Bechtle
26.06.2012

Endlich: Barrierefrei zu Bahnsteigen im Pforzheimer Hauptbahnhof

Pforzheim. Mit mehreren Monaten Verzögerung weihen Stadt und Bahn die Aufzüge am Pforzheimer Hauptbahnhof ein. 1,7 Millionen Euro haben die drei Lifte gekostet. OB Hager sieht darin einen Baustein für die gesamte Verkehrsentwicklung der Stadt.

„Es ist heute völlig selbstverständlich, dass ein großer Bahnhof barrierefrei ist“, sagte Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager am Dienstag an Gleis 1 des Hauptbahnhofs bei der Inbetriebnahme der drei Lifte, die nun die Bahnsteige am Gleis 1, zwischen Gleis 2 und 3 sowie zwischen 4 und 5 miteinander verbinden. „Der Komfoet muss stimmen“, fügte der Rathaus-Chef an. Nur so gelinge es, die Menschen zur Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs zu bewegen. Ein erklärtes Ziel der Stadt, darum baue Pforzheim auch direkt neben dem Bahnhof den neuen Zentralen Omnibusbahnhof, ebenfalls mit Aufzügen ausgestattet.

Bahn-Vertreter Hantel zeigte sich bei aller Freude über die Fertigstellung der Aufzüge ein wenig zerknirscht, denn sie hatte sich im Vergleich zur Ankündigung um mehrere Monate verspätet. „Die Deutsche Bahn hat uns auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Nun ist es schließlich soweit und ich freue mich, dass der Pforzheimer Hauptbahnhof endlich barrierefrei ist“, kommentierte der FDP-Bundestagsabgeordnete Erik Schweickert eigens per Nachricht aus dem fernen Berlin den Tag. Ähnlich verfuhr seine SPD-Kollegin Katja Mast: „Das Gezerre hat endlich ein Ende, das Engagement hat sich gelohnt“.

„Wir waren etwas optimistischer, was den Zeitplan angeht“, räumte er ein. Dies gelte sowohl fürs eigene Haus als auch für die Lieferanten. Beide seien angesichts der Vielzahl an Bestellungen neuer Bahnhofsaufzüge nicht mehr nachgekommen, die das Konjunkturprogramm des Bundes nach sich zog.

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