nach oben
Foto:  PZ-Archiv/Ketterl
Foto:  PZ-Archiv/Ketterl
07.12.2018

Endstation Angst: In Linienbussen nehmen Übergriffe auf Fahrer zu

Pforzheim. In Linienbussen nehmen Übergriffe auf Fahrer zu. Die Folgen sind oft Traumata und Panik. Das Alarmierungssystem der Stadtbusse gilt auch beim Regionalbusverkehr Südwest (RVS) als verbesserungsfähig.

Nach PZ-Informationen ist aus Medizinerkreisen der Hinweis aufgekommen, dass mehrere Fahrer von Pforzheimer Linienbussen des Regionalverkehrs Südwestbus (RVS) nach Übergriffen auf sie, hauptsächlich nach Einbruch der Dunkelheit und an abgelegenen Teilen der Strecken bis hin zu den Endstationen – therapeutische Hilfe gesucht haben.

Es geht um die Bewältigung von daraus resultierenden, wiederkehrenden Ängsten und Traumata. Und darum, dass die betroffenen Fahrer oder auch Kollegen sich infolge ihrer andauernden Ängste und Panikattacken teils zur Beendigung dieser Erwerbstätigkeit gezwungen sahen. ln diesem Zusammenhang soll mehrfach berichtet worden sein, dass es eine bestimmte Art von Notalarm nicht gebe, die bei anderen kommunalen Nahverkehrsunternehmen der Standard seien. Eine Rundfrage der PZ bei baden-württembergischen Verkehrsunternehmen ergibt, dass dies überwiegend so zutrifft.

Auch Frank-Michael Hänel von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG in Karlsruhe, die für die Beschäftigten der Deutschen Bahn und ihrer Tochterunternehmen wie RVS die gewerkschaftliche Vertretung ist, bestätigt der PZ, dass es das Thema zunehmender Übergriffe auf Busfahrer gibt. Er kennt auch jenes der Ängste bis hin zu einer daraus resultierenden gesundheitlichen Beeinträchtigung oder gar Unmöglichkeit der weiteren Berufsausübung – und er bestätigt ebenfalls, dass RVS bei der Alarmierung nicht auf dem technischen Stand ist, den die benachbarte, ebenfalls durch die EVG betreute, Bahntochter Südbadenbus einsetzt.

Als Pforzheimer und Offenburger Niederlassungsleiter von RVS legt Philippe Düsel Wert darauf, dass seine Fahrer durchaus über technischen Schutz und Alarmierungsmöglichkeiten verfügen. Beginnend damit, dass man ständig genau wisse, wo die Fahrzeuge sind. „Die Busse sind in den Leitstellen sichtbar“, sagt er. Düsel räumt aber ein: „Wir haben Sicherheitseinrichtungen in einer leicht abweichenden Form.“ Anders möchte er es nicht sagen, um nicht bei möglichen Übeltätern den unzutreffenden Eindruck zu erwecken, die RVS-Fahrer seien leichte Beute.

Dennoch besteht Handlungsbedarf. „Wir sind momentan ganz konkret am einer weiteren technischen Verbesserung, um die sicherheitsrelevante Kommunikation zu verbessern.“ Das Thema sei ihm sehr wichtig, das müsse es für jedes Verkehrsunternehmen sein.

Mehr lesen Sie am Samstag, 8. Dezember, in der Pforzheimer Zeitung oder im Epaper auf PZ-news.de!

spirit
09.12.2018
Endstation Angst: In Linienbussen nehmen Übergriffe auf Fahrer zu

Security in öffentlichen Ämtern und in den ersten Krankenhäusern, anscheinend überall Angst. Seit wann und warum ist das so? Im Land der eingezäunten Weihnachtsmärkte und offenen Grenzen bezahlt man den Preis für die durchgeführte Politik. mehr...

Eiermann
09.12.2018
Endstation Angst: In Linienbussen nehmen Übergriffe auf Fahrer zu

Nach PZ-Informationen ist aus Medizinerkreisen der Hinweis aufgekommen, dass mehrere Fahrer von Pforzheimer Linienbussen des Regionalverkehrs Südwestbus (RVS) nach Übergriffen auf sie, hauptsächlich nach Einbruch der Dunkelheit und an abgelegenen Teilen der Strecken bis hin zu den Endstationen – therapeutische Hilfe gesucht haben. Innenminister Strobl: Die Kriminalitätsbelastung ist im vergangenen Jahr auf einen historischen Tiefstand gesunken und liegt so niedrig wie seit 1990 nicht ...... mehr...

Ladygaga
09.12.2018
Endstation Angst: In Linienbussen nehmen Übergriffe auf Fahrer zu

es müsste in meinen Augen noch viel, viel mehr passieren. Die Angst kann gar nicht zu groß sein. Vorher wacht das dumme deutsche Volk nicht auf. Im Übrigen....wir lesen noch lange nicht alles was tatsächlich passiert. mehr...

rostiger ritter
09.12.2018
Endstation Angst: In Linienbussen nehmen Übergriffe auf Fahrer zu

[QUOTE=Ladygaga;310330]es müsste in meinen Augen noch viel, viel mehr passieren. Die Angst kann gar nicht zu groß sein. Vorher wacht das dumme deutsche Volk nicht auf. Im Übrigen....wir lesen noch lange nicht alles was tatsächlich passiert.[/QUOTE] In Ihren Augen knallt und rumpelt es, dass alles zu spät ist. Ausrangieren wäre mein Vorschlag, auf den natürlich wieder niemand hört. mehr...