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Seit einer Krebserkrankung kann Alexandra Hofmann keine weiteren Strecken mehr gehen. Sie beschwert sich, mehr als einmal nicht vom Busfahrer an der Haltestelle Flößerviertel mitgenommen worden zu sein. Dieses Symbolbild indes wurde zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen.  Foto: Meyer 

Endstation Haltestelle: Kein Platz – Bus fährt an gehbehinderter Frau vorbei

Pforzheim. Einen Haushalt zu organisieren, die Kinder für den Schulbesuch fertigzumachen und andere ganz banale Alltagsdinge zu koordinieren, ist oft schon schwer genug. Für die 23-jährige Alexandra Hofmann, die seit ihrer Krebserkrankung vor einem Jahr stark eingeschränkt und teilweise auf den Rollstuhl angewiesen ist, gilt das besonders.

Dazu kommt, dass sie sich als Fahrgast von den Verkehrsbetrieben benachteiligt fühlt.

Zweimal sei allein in den vergangenen Wochen der Busfahrer ohne zu halten an ihr vorbeigefahren. Dabei hatte sie schon den Rollstuhl zu Hause gelassen und war mit Krücken und zusammen mit ihrem Sohn an die Haltestelle Flößerviertel gekommen. Zu oft, berichtet sie, seien die Stellflächen in den Bussen, die für Kinderwagen oder Rollstühle bestimmt seien, besetzt, oder es stünden Schulkinder darauf. Dann sieht es für sie noch schlechter aus.

Der Niederlassungsleiter des Regionalbusverkehrs Südwest (RVS), Philippe Düsel, bestätigt, dass es in Einzelfällen vorkommen könne, dass Fahrer bei voll besetzten Bussen die Haltestellen nicht anfahren.

„Wir wollen die Leute natürlich alle befördern“, bekräftigt Düsel, doch könnten einzelne Fahrten zu bestimmten Zeitpunkten nicht garantiert werden. Genauso wenig, dass die Stellflächen für Kinderwagen oder Rollstühle frei seien.

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