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22.09.2012

Energieerlebnistage: Podiumsdiskussion zu erneuerbaren Energien in Pforzheim

Pforzheim. Die Energiewende weg vom Atomstrom hin zu erneuerbare Energien hat in Deutschland gute Chancen zu gelingen. Darüber waren sich die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Solar- und Energiepreisverleihung im Pforzheimer Energieberatungszentrum einig.

Bildergalerie: Podiumsdiskussion zu erneuerbaren Energien in Pforzheim

"Die Technik ist da", sagte IHK-Präsident Burkhard Thost, es sei aber eine Frage der Zeit und der Kosten und der Weg dorthin müsse deshalb flexibler beschritten werden. Die Förderung der Solarenergie schaffe einen Wettbewerbsnachteil für Gaskraftwerke. Dies gefährde am Ende die Versorgungssicherheit, warnte Wolf-Kersten Meyer als Chef der Stadtwerke Pforzheim. Solarstrom-Experte Jörg Sutter erklaerte dagegen, dass die Solarwirtschaft von der Politik Planungssicherheit brauche. Der FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Ruelke kritisierte in der vom geschäftsführenden PZ-Verleger Thomas Satinsky moderierten Runde, dass sich Bundes- und Landespolitik gegenseitig behinderten. Weitere Teilnehmer waren die Pforzheimer CDU-Landtagsabgeordnete Marianne Engeser sowie die umweltpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen von Grünen und SPD, Wolfgang Raufelder und Gabi Rolland. Zuvor hatte Georg Exner aus Sterrnenfels den ersten Preis im Solar- und Energiewettbewerb verliehen bekommen. Die Jury würdigte damit die umfangreichen energetischen Modernisierungen seines Hauses. Auch die weiteren vier Preisträger stammen aus dem Enzkreis. Im Anschluss startete der baden-wuerttembergische Umweltminister Franz Untersteller dem ebz einen Besuch ab, bevor er im Rahmen des Energietags des Landes auf der Deponie Hohberg das dortige Zentrum erneuerbarer Energien in Augenschein nahm und wie zahlreiche weitere Besucher die Möglichkeit nutzte, aus einer Krangondel in 60 Meter Höhe einen Blick von oben auf die Solar-, Biogas- und Deponiegasanlagen zu werfen.