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Der Chef fürs Standort- und Kongressmarketing warb beherzt für den stationären Handel – in der City wie im gesamten Stadtgebiet. Foto: Meyer
Der Chef fürs Standort- und Kongressmarketing warb beherzt für den stationären Handel – in der City wie im gesamten Stadtgebiet. Foto: Meyer
Für Aufbruchstimmung sorgte Sascha Binoth, hier mit Intersport-Chefin Nicole Kälber, auf der Wilferdinger Höhe. Foto: Ketterl
Für Aufbruchstimmung sorgte Sascha Binoth, hier mit Intersport-Chefin Nicole Kälber, auf der Wilferdinger Höhe. Foto: Ketterl
Am Dirndl-Abend des OechsleFests Seite an Seite: WSP-Direktor Oliver Reitz mit Binoth und Wirtesprecher Frank Daudert (von links). Foto: Ketterl
Am Dirndl-Abend des OechsleFests Seite an Seite: WSP-Direktor Oliver Reitz mit Binoth und Wirtesprecher Frank Daudert (von links). Foto: Ketterl
Sascha Binoth mit der Broschüre zum Weihnachtsmarkt, in der erstmals alle Veranstaltungen im Advent und Servicetipps aufgeführt waren. Foto: Meyer
Sascha Binoth mit der Broschüre zum Weihnachtsmarkt, in der erstmals alle Veranstaltungen im Advent und Servicetipps aufgeführt waren. Foto: Meyer
11.02.2019

Entsetzen in Pforzheims Geschäftswelt nach Aus für WSP-Marketingchef

Pforzheim. Manche sprechen von einem „herben Verlust“, andere gar von einer „Katastrophe“: Auf völliges Unverständnis in Pforzheims Geschäftswelt stößt die am Wochenende verkündete Trennung des städtischen Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) und dem Marketingchef Sascha Binoth noch in dessen Probezeit.

Zwar spricht die Stadt von „gegenseitigem Einvernehmen“. Reaktionen zeigen, dass der WSP als Triebfeder gesehen wird. Zu leidenschaftlich habe Binoth seine Aufgabe angepackt, als dass er nach nur fünf Monaten hinwerfen könnte. „Ich war mit dem Mann sehr zufrieden“, sagt Enzauen- und OechsleFest-Wirt Frank Daudert, der Binoth als „rührig“, „aktiv“ und „guten Netzwerker“ beschreibt: „Er hatte viele Ideen und die ganze Stadt im Blick.“

Die Trennung sei „für Pforzheim eine Katastrophe“, urteilt „Saturn“-Chef Timo Gsell und spricht von einem „herben Verlust“. Binoth habe in Karlsruhe einen „sehr guten Job“ gemacht, sagt „Brauhaus“-Chef Wolfgang Scheidtweiler: „Ich war begeistert, dass so ein kompetenter Mann herkommt.“ Frank Steinbrecher, Chef des gleichnamigen Musikhauses, nennt Binoth einen „Super-Teamplayer“ und „Wahnsinnsmacher“ mit „absoluter Fachkompetenz“. Man habe an mehreren gemeinsamen Veranstaltungen getüftelt. Steinbrecher: „Das tut mir im Herz weh, ich könnte heulen.“

Aktionskünstler und CDU-Gemeinderatsanwärter Andreas Sarow sieht in Binoth ein „Marketing-Schnellboot, das Pforzheim so dringend braucht“, zumal die Stadt „eher einem trägen Tanker“ gleiche. Er sehe „keinen einzigen Kritikpunkt“, Binoth habe in Karlsruhe „enormen Erfolg“ gehabt und sei in Pforzheim „genau richtig“ gewesen. Im Handel wird gemutmaßt, dass Binoth dem WSP und Chef Oliver Reitz zu aktiv gewesen sein könnte.

Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Bereits zuvor schon hatte die PZ gemeldet, dass sich solch ein abruptes Ende abzeichnet.

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