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Die Engpässe beim Schulschwimmen sind nach Angaben des Bäderchefs behoben.
Die Engpässe beim Schulschwimmen sind nach Angaben des Bäderchefs behoben. © PZ-Archiv
29.09.2010

Entwarnung: Schulschwimm-Engpass behoben

PFORZHEIM. Bäderchef Erich Forstner gibt Entwarnung, was den Engpass beim Schulschwimmen in Pforzheim betrifft, der durch das geschlossene Bad in Dobel verschärft worden war. „Alle Schulen sind jetzt zufrieden“, sagt er.

Erich Forstner gibt zu, dass es nicht immer leicht sei, jeden Sonderwunsch beim Schulschwimmen zu erfüllen, weil in das Stadtteilbad Huchenfeld, in dem er montags morgens und mittwochs noch Kapazitäten frei habe, keine Pforzheimer Schule aus der Innenstadt wolle.

„Der Weg ist für die Schulen einfach zu weit. Es bleibt zu viel Fahrzeit auf der Strecke, die vom Schwimm-Unterricht abgezogen werden muss“, so Forstner. Darum werde das Bad in Huchenfeld vor allem von den Schulen im dortigen Bereich wie Huchenfeld, Hohenwart, Würm und Schömberg genutzt, wobei Schömberg allerdings nur in zweiten Schulhalbjahr das Bad für den Schwimmunterricht nutze.

Trotzdem hätten alle Bäder so belegt werden können, dass es keine Wartelisten für die Schulen aus Pforzheim und dem Enzkreis gebe. Belegt seien die Schwimmhallen zu 80 Prozent von Pforzheimer Schulen und zu 20 Prozent von Schulen außerhalb der Goldstadt.

Wegen des geschlossenen Bades in Dobel, das einige Schulen aus dem dortigen Umkreis nutzten und jetzt eine Alternative suchten sowie einem zusätzlichen Schwimmstunden-Bedarf des Kepler-Gymnasiums, das jetzt fünf fünfte Klassen habe, mussten alle freie Kapazitäten in den verschiedenen Bädern sehr eng miteinander koordiniert werden, so Forstner.

Die anfänglich befürchtete angespannte Situation habe sich inzwischen wieder entschärft, weil die Südstadtschule ihr Schwimmstunden-Kontingent wegen eines Lehrer-Engpasses zurückgezogen habe.

Herbert Gaßler, Leiter der Südstadtschule, erklärt auf PZ-Anfrage, dass er zwar ausgebildete Schwimmlehrer habe, aber nicht genügend Stunden, um in diesem Jahr Schwimmunterricht anzubieten. Dieser Unterricht binde personalmäßig zwei Lehrkräfte. Bei drei Schwimmstunden pro Woche bedeute dies das Abstellen von sechs Lehrern.

Da auch noch eine kurzfristige Krankheitsvertretung angefallen sei, habe er sich entschieden, seinen Schülern in diesem Jahr anstatt des Schwimmunterrichts lieber Sportstunden anzubieten, da dieser Unterricht nur eine Lehrkraft pro Stunde binde.

„Vom ursprünglich eingeplanten Schwimmstunden-Kontingent der Südstadtschule profitiert nun die Schule in Straubenhardt, die ich im Emma-.Jager-Bad stattdessen unterbringen konnte,“, so Bäderchef Forstner. Wenn die Südstadtschule ihren Schwimmunterricht wieder aufnehmen wolle, müsse er neu koordinieren. Aber auch dann werde eine Lösung gefunden. Außer Huchenfeld seinen alle Stadtteilbäder voll ausgebucht. „Trotz dieser schwierigen Situation haben wir erstmals in diesem Jahr einen langjährigen Wunsch des Gymnasiums Neuenbürg erfüllen können, das unbedingt zwei Schwimmstunden hintereinander in der Fritz-Erler-Halle haben wollte, damit sich die längere Schulbus-Anfahrt aus dem Enzkreis nach Pforzheim auch lohnt“, sagt Forstner. In den Vorjahren sei dies leider nicht möglich gewesen.