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Die Autobahn 8 im Enztal: Im Hintergrund sind die Häuser des Hörnlewegs und Igelsbachwegs in Eutingen zu sehen.  Tilo Keller
Die Autobahn 8 im Enztal: Im Hintergrund sind die Häuser des Hörnlewegs und Igelsbachwegs in Eutingen zu sehen. Tilo Keller
17.11.2016

Enztal-Ausbau der A8 fest im Blick

Der Ausbau der A8 im Enztal könnte im Spätjahr 2018 beginnen. Das hat Klaus Maier-Bätz vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Abteilung Straßenwesen und Verkehr, in der Eutinger Ortschaftsratssitzung am Mittwoch in Aussicht gestellt. Mit seinen Kollegen Timo Martin und Frank Hildebrand legte er die Planungen zum Bauablauf dar. „Wir haben die schwierige Aufgabe, das im Bestand umzusetzen“, erklärte Maier-Betz. Oberste Prämisse sei es, während der Bauphase die aktuelle Anzahl der Fahrspuren zu erhalten. Umleitungen sind nicht vorgesehen.

In der ersten Bauphase werden im Bereich der Fahrtrichtung Karlsruhe Verbreiterungen vorgenommen, um den Verkehr beider Richtungen aufnehmen zu können, damit zunächst mit dem Bau der Gegenseite begonnen werden kann. Im Bereich der Anschlussstelle Pforzheim-Ost müsse ein Behelfsbauwerk errichtet werden. „Wir werden versuchen, die Anschlussstelle so lange wie möglich in Betrieb zu halten, es wird aber eine Unterbrechung in jeder Richtung geben“, erklärte Martin. In der letzten Phase soll der gesamte Verkehr auf der Fahrspur in Richtung Stuttgart geleitet werden, um die zweite Fahrtrichtung bauen zu können.

Bereits in der ersten Bauphase soll eine 400 Meter lange Einhausung entstehen. Für jede „Tunnelhälfte“ werden 20 bis 24 Monate gerechnet. „Ich weiß wohl, dass es eine große Belastung für Sie ist, wenn wir Ihnen etwa fünf Jahre auf die Nerven gehen. Aber wir haben es nicht erfunden, wir müssen es umsetzen“, so Maier-Betz. Schwierig werde es im Bereich der Bahnbrücke, die durch einen neuen Überbau ersetzt werden muss. Die Abstimmungen mit der Bahn laufen noch.

Bevor der Bau der Autobahn beginnt, werden im nächsten Jahr bereits Leitungen verlegt. Hildebrand berichtete über die neue Enzbrücke an der B 10: „Wir können die Strecke für den Brückenaufbau nicht komplett sperren“, betonte er. Deshalb werde der Verkehr zunächst weiter über die alte Brücke geführt und daneben ein neues Brückenbauwerk errichtet. Danach werde der Verkehr auf die neue Brücke gelegt, um die alte abzureißen und ein zweites Bauwerk zu erstellen. Erst danach sei wahrscheinlich auch der vierspurige Ausbau zwischen Eutingen und Niefern geplant. Positiv wurde im Ortschaftsrat aufgenommen, dass die schalltechnischen Untersuchungen nochmals überprüft werden und eine Gesamtlärmbetrachtung von B 10 und A 8 vorgenommen wird.