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Erfolgreich: Eddi, Kiara, Fabiana und Aaron (von links) haben im Luchsgehege Osternester gefunden. Fotos: Ketterl
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Geschickt: Karl Blattmann sägt seit zehn Jahren im Wildpark Tiere aus Holz.
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Tüchtig: Mia Bolta (links) und Lilli Luger (rechts) verkaufen Ercin Semra Lose für das Bällerennen am 12. Mai, ab 15 Uhr, im Wildpark.

Erfolgreicher Beutezug im Luchsgehege: Ostereiersuche im Wildpark lockt zahlreiche Familien an

Pforzheim. Erst suchen die Großen, dann die Kleinen – letztere allerdings mit deutlich mehr Spaß an der Sache. So läuft es alle Jahre wieder am Ostermontag im Wildpark. Zumindest wenn – so wie in diesem Jahr – die Sonne scheint. Denn dann herrscht Trubel in, aber auch rund um das beliebte Ausflugsziel.

Und bevor die Kinder endlich im Luchsgehege nach Osternestern Ausschau halten können, müssen die Eltern zunächst eine weitaus kniffligere Aufgabe lösen – und einen freien Parkplatz finden.

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Lustige Ostereiersuche im Pforzheimer Wildpark

Die meisten nehmen es gerne in Kauf. So wie Cinzia da Costa, die mit ihren Kindern Bella-Lorain (6) und Joel Miguel (4) aus Magdstadt im Kreis Böblingen angereist ist. „Die beiden wollten extra früher los, weil sie Sorge hatten, dass wir keinen Parkplatz finden“, sagt sie und lacht. Doch es ist gelungen. Stolz präsentieren die beiden Kinder die Süßigkeiten, die sie im Luchsgehege gefunden haben. Für runde 1000 Nester haben die Mitglieder des Round Table eingekauft – doppelt so viel, wie im vergangenen Jahr, als sich schon um die Mittagszeit abgezeichnet hatte, dass die Süßigkeiten wohl kaum bis 15 Uhr reichen würden. Der Pforzheimer Serviceclub organisiert das Osterevent bereits seit 2007. Unterstützt wird er dabei auch tatkräftig von den Junior Rangern des Wildparks, die immer wieder neue Nester in dem rund 5000 Quadratmeter großen Gehege verstecken, das die Tiere für diesen Zweck geräumt haben. „Ich persönlich finde es eine der gelungensten Aktionen, die wir das Jahr über haben“, schwärmt Wildpark-Förster Carsten Schwarz und räumt auch die Bedenken aus, die einige Tierschützer haben. „Die Realität zeigt, dass die Luchse kein Problem damit haben“, sagt er. Sie seien keineswegs verstört, wenn sie zurück in ihr Gehege kämen, sondern viel mehr neugierig, weil es plötzlich so viel Neues zu erschnuppern gebe. Auch ansonsten nehmen die Veranstalter Rücksicht auf die Natur. So werden die Nester Jahr für Jahr wiederverwendet und die Kinder bekommen die gefundenen Süßigkeiten stattdessen in Papiertüten umgepackt.

Drei Euro kostet das Nest, für das die Eltern vor dem Luchsgehege einen Bon kaufen. „Wer auch gleich ein Los für das Bällerennen des Ladies‘ Circle kauft, zahlt für beides nur fünf Euro“, erklärt Thomas Keller, Bürgermeister von Engelsbrand und Mitglied beim Round Table, wie gut die Serviceclubs zusammenarbeiten, wenn es um das Wohl des Wildparks geht. Der Ladies‘ Circle hat am Ostermontag sein Domizil im Ewald-Steinle-Haus aufgeschlagen. Dort wartet der „Rosa-Häschen-Markt“ samt Waffelverkauf und Kinderschminken auf die kleinen und großen Besucher.