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Oberbürgermeister Gert Hager mit Referentin Inka Bertz vom Jüdischen Museum Berlin sowie Klara Deecke und Andreas Jobst vom Stadtarchiv (von links).
Oberbürgermeister Gert Hager mit Referentin Inka Bertz vom Jüdischen Museum Berlin sowie Klara Deecke und Andreas Jobst vom Stadtarchiv (von links).
27.01.2016

Erinnerung nach der Holocaust-Katastrophe

Die Menschen ermordet oder geflohen, die Exponate zerstört, gestohlen oder außer Landes in Sicherheit gebracht: Der Wiederaufbau einer jüdischen Museumskultur schien nach der Shoa so unwahrscheinlich wie die Rückkehr jüdischen Lebens selbst. Wie die Einrichtungen sich nach dem Völkermord entwickelten, hat am gestrigen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus Inka Bertz vom Jüdischen Museum Berlin nachgezeichnet.

Pforzheim.Die Kuratorin beschrieb in der Volkshochschule, wie auf die vor 1938 von jüdischen Gemeinden und Vereinen getragenen Museen in der Bundesrepublik Einrichtungen mit stark historischer und sozialgeschichtlicher Ausrichtung folgten. Das jüdische Publikum war ebenso verschwunden wie viele Gegenstände. Was der Zerstörung entgangen war, war in Sicherheit gebracht worden. „Man ging nach dem Krieg davon aus, dass es in Deutschland kein jüdisches Leben mehr geben würde“, sagte Bertz.