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Im März 2012 gab es noch einmal eine Razzia gegen die Hells Angels in Pforzheim, um das Einhalten des Vereinsverbots von 2010 zu überprüfen. Jetzt laufen gegen vier Hells Angels Ermittlungsverfahren. Foto: PZ-Archiv
06.07.2012

Ermittlungen gegen vier frühere Hells Angels

Pforzheim. Gegen vier Mitglieder der örtlichen Hells Angels laufen bei der Pforzheimer Staatsanwaltschaft Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts, gegen das Vereinsverbot vom Juni 2010 verstoßen zu haben.

Bildergalerie: Razzia bei den Pforzheimer Hells Angels

Das bestätigte Staatsanwalt Bernhard Ebinger auf PZ-Anfrage. Weil eben dieser Verdacht bestand, hatte die Polizei mit Spezialkräften Ende März eine dritte Großrazzia gegen die Hells Angels vorgenommen und hatte unter anderem die Kneipe der Rocker an der Luisenstraße gestürmt.

Das Verbot des Innenministers gegen das lokale Charter „Borderland“ und das Unterstützer-„Commando 81“ war nicht mit individuellen Straftaten der Mitglieder begründet worden, sondern damit, dass es Vereinszweck gewesen sei, sich zu Straftaten zu verabreden. Sowohl Klagen gegen die Durchsuchungen bei den Rockern im Rahmen der zweiten großen Razzia im Juni 2010 als auch gegen den Sofortvollzug des Verbots der lokalen Hells Angels hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg abgewiesen.

In der Hauptsache, ob der Verein endgültig verboten ist, muss noch mündlich verhandelt werden. Doch die Tendenz scheint klar zu sein: Das Charter „Borderland“ ist in Pforzheim Geschichte.

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