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trickbetrüger © PZ-Archiv
30.01.2015

Erneut Senioren in Pforzheim und Karlsruhe im Visier von Trickbetrügern

Pforzheim/Karlsruhe. Erneut haben Trickdiebe in Pforzheim und Karlsruhe versucht, unter Anwendung verschiedener Täuschungsmanöver an das Geld von Senioren zu kommen. Zwar hatten sie einige Mal Erfolg, manche Senioren jedoch reagierten genau richtig.

In Pforzheim wurde eine 87-jährige Frau von zwei Männern in ihrer Wohnung in der Sachsenstraße aufgesucht. Sie täuschten vor, das Wasser überprüfen zu müssen. Während die Wohnungsinhaberin einen der Männer zu seinen angeblichen Inspektionen ins Bad und in die Toilette begleitete, durchsuchte der zweite offensichtlich die anderen Räume nach Bargeld und Schmuck. Danach verließen die Männer mit ihrer Beute ziemlich übereilt die Wohnung bevor die alte Dame überhaupt wusste wie ihr geschah. Das Opfer konnte einen der Männer als rund 20-Jährigen osteuropäischer Abstammung beschreiben, der gebrochen deutsch sprach.

Keinen Erfolg hatten die Täter hingegen bei einem 70-Jährigen aus der Karlsruher Oststadt. Hier meldete sich eine angebliche Bankangestellte der Sparkasse Frankfurt am Main telefonisch bei dem Herrn. Sie gab vor das Konto des Seniors sperren zu müssen, dazu benötige sie aber sämtliche Bankdaten. Hier reagierte der ältere Herr genau richtig, denn er ignorierte das Ansinnen der Unbekannten und legte auf.

Ein 91-jähriger Mann aus der Karlsruher Weinbrennerstraße ging einer Anruferin ebenfalls nicht auf den Leim. Die für ihn unbekannte Frau sprach den Mann so persönlich an, als ob sie sich kennen würden. Sofort erinnerte sich der Angerufene an den Enkeltrick von dem er gelesen hatte und legte auf. Bei dieser Masche geben Unbekannte, meist gegenüber Senioren, vor sie seien ein Enkel oder ein naher Verwandter und bräuchten finanzielle Hilfe. Auf diese Weise gelangen die Betrüger dann an das Bargeld ihrer Opfer.

Die Polizei warnt immer wieder von dreisten Betrügern. Folgende Tipps sollten Sie beherzigen:

Nutzen Sie ihre Türsprechanalage oder den Spion bevor sie öffnen.

Lassen Sie keine Fremden in ihre Wohnung.

Fordern Sie einen Dienstausweis, wenn die Person vorgibt von einer Behörde zu sein. Dann fragen Sie bei der Behörde oder der Firma nach.

Lassen Sie nur Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben oder fragen Sie bei der Hausverwaltung nach.

Wehren Sie sich gegen zudringliche Personen.

Wenden Sie sich an die Polizei.

Händigen Sie fremden Leuten kein Geld oder Wertgegenstände aus.

Fragen Sie bei einem Anrufer genau nach (Name, Adresse usw.).

Legen Sie auf, wenn Sie sich nicht sicher ein und lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln.

Ziehen Sie Vertrauenspersonen hinzu.