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29.06.2009

Erneut ein Brand in polizeibekanntem Wohnhaus

PFORZHEIM. Neun Fahrzeuge und 36 Feuerwehrleute waren im Einsatz, als es am Montagvormittag in einem Untergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Durlacher Straße zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung kam. Es ist nicht das erste Mal in den vergangenen Monaten, dass die Feuerwehr hier löschen musste. Auch die Polizei ist ständig vor Ort, zum Beispiel bei gewalttätigen Auseinandersetzungen oder tödlich endenden Alkoholexzessen. Die Beamten gehen beim jüngsten Brand von einer "Fremdeinwirkung" aus.

Gegen 11 Uhr meldeten zehn Anrufer der Pforzheimer Feuerwehr, dass es in einem Mehrfamilienhaus an der Durlacher Straße starke Rauchentwicklung gebe. Noch während der Löschzug der Berufsfeuerwehr unterwegs zur Einsatzstelle war, wurde deshalb Gefahrenabwehrstufe 3 ausgelöst: Zusätzlich zur Freiwilligen Feuerwehr wurden dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert.

Insgesamt waren neun Einsatzfahrzeuge mit 36 Feuerwehrleuten vor Ort, weitere standen auf verschiedenen Feuerwachen in Bereitschaft. Schnell stellte sich heraus, dass Gerümpel in einer Tiefgarage in Flammen stand.

Wegen der starken Rauchentwicklung erfolgten die Löscharbeiten unter Atemschutz. Für die Bewohner des Hauses bestand keine unmittelbare Gefahr. Die Feuerwehr musste sie jedoch mehrfach nachdrücklich auffordern, die Türen und Fenster ihrer Wohnungen geschlossen zu halten. Um 11.30 Uhr war der Brand gelöscht. In den Wohnungen der umliegenden Nachbarhäuser hielt sich der Brandgeruch jedoch noch einige Zeit länger.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufgenommen. Die Beamten gehen von einer "Fremdeinwirkung" aus. Soll heißen: Wahrscheinlich handelt es sich um eine Brandstiftung, die jedoch nicht vorsätzlich gewesen sein muss.