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Das Liebesleben der Tiere - hier sind es Junikäfer bei der Paarung - ist extrem vielseitig, manchmal bizarr, oft komisch. Am Ende aber erkennt man: Den Tieren ist nichts Menschliches fremd. Kenntnisreich und locker zugleich wird Biologe und PZ-Kolumnist Dr. Mario Ludwig am 7. Mai im PZ-Forum "Erotisches aus dem Tierreich" berichten.
Das Liebesleben der Tiere - hier sind es Junikäfer bei der Paarung - ist extrem vielseitig, manchmal bizarr, oft komisch. Am Ende aber erkennt man: Den Tieren ist nichts Menschliches fremd. Kenntnisreich und locker zugleich wird Biologe und PZ-Kolumnist Dr. Mario Ludwig am 7. Mai im PZ-Forum "Erotisches aus dem Tierreich" berichten. © dpa
01.05.2015

"Erotisches aus dem Tierreich" - Interview mit Mario Ludwig

„Erotisches aus dem Tierreich“ lautet der Titel eines tierisch lockeren Abends am Donnerstag, 7. Mai, 19 Uhr im PZ-Forum. Biologe und PZ-Kolumnist Dr. Mario Ludwig spricht über die verschiedenen und erstaunlichen Formen von Sex in der Tierwelt. Und das klingt manchmal höchst verwunderlich und manchmal einfach nur komisch. PZ-news wollte wissen, wer denn die tierischen Sexprotze und animalischen Casanovas sind.

PZ-news verlost drei Mario-Ludwig-Bücher „Menschenfresser“ und dreimal zwei Tickets für den lockeren Abend mit tierischem Sex.

Kartenreservierung für den Vortrag von Mario Ludwig am 7. Mai, 19 Uhr im PZ-Forum unter Telefon (07231) 933-215.

 

PZ-news: Welches Tier hat denn am häufigsten Sex?

Mario Ludwig: Da gibt es gleich mehrere heiße Kandidaten. Löwen, Schimpanse und Zobel bringen es auf rund 50 Akte pro Tag – da würde selbst Casanova vor Neid erblassen. Bei den Damen liegt das Weibchen der Wanderratte vorn, das in der Brunst innerhalb von sechs Stunden bis zu 500 Mal Sex mit diversen Männchen haben kann.

PZ-news: Und wer hat am längsten Sex?

Ludwig: In Sachen Dauersex sind Stabheuschrecken nicht zu schlagen. Die Männchen der bizarren Insekten halten ihre Weibchen nämlich bis zu zehn Wochen in einer Art Dauerumarmung und kopulieren immer wieder und wieder.

PZ-news: Und wer hat den kürzesten Sex im Tierreich?

Ludwig: Das sind Tiere, die uns Menschen jetzt nicht so sonderlich sympathisch sind, nämlich Moskitos. Bei denen dauert der Sex gerade einmal lumpige drei Sekunden. Ob die Moskito-Damen damit glücklich sind, wissen wir nicht.

PZ-news: Immer wieder liest man in den Medien, dass es auf die Länge nicht ankomme. Trotzdem: Wer hat den längsten Penis im Tierreich?

Ludwig: Wenn es beim Penis tatsächlich auf die schiere Größe ankommt, dann führt kein Weg am Blauwal vorbei. Mit Penissen von bis zu drei Metern Länge und einem Durchmesser von 30 Zentimetern sind die riesigen Meeressäuger bestens ausgestattet.

PZ-news: Und wer hat den kleinsten?

Ludwig: Im Vergleich zur Körpergröße sieht es für den Gorilla schlecht aus. Er hat gerade mal drei Zentimeter.

PZ-news: Sex ist ja aber nicht nur ein rein organisch-mechanischer Akt. Dazu zählt auch die Romantik, die Verführung. Gerade im Frühling fällt das ja auf, wenn die Vögel ihre Liebeslieder singen. Wer ist denn der beste Troubadour?

Ludwig: In Sachen schönster Gesang gilt das sicherlich für die Nachtigall. Wenn es um die Dauer des Gesangs geht, liegen die Buckelwale mit ihren Gesängen vorne. Bis zu 23 Stunden singen die liebestollen Riesen am Stück.

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