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Ab in den Papierkorb: Angebliche Hacker versenden gerade E-Mails, mit denen sie Geld erpressen wollen. Alles nur heiße Luft. Bloß nichts anklicken, sondern gleich löschen.
Ab in den Papierkorb: Angebliche Hacker versenden gerade E-Mails, mit denen sie Geld erpressen wollen. Alles nur heiße Luft. Bloß nichts anklicken, sondern gleich löschen. © Giesecke
10.10.2018

Erpressung per E-Mail: Angebliche Hacker drohen mit peinlichen Videos

Pforzheim. Da sitzt man mittags im Büro vor dem Rechner, um nach aktuellen Geschichten zu suchen und dann flattert einem zum x-ten Mal ein E-Mail in den Briefkasten der Online-Redaktion, in dem wir wieder einmal eine Nachricht von einem Hacker bekommen. In mittelprächtigem Deutsch werden wir darüber aufgeklärt, dass wir auf einer Pornoseite ein Video angeschaut hätten und nun der Hacker kompromittierendes Videomaterial von unserem Rechner heruntergeladen hätte.

Solche E-Mails kamen nicht zum ersten Mal. Und solche E-Mails haben wir immer gleich gelöscht. Im Büro surfen wir nicht auf Pornoseiten und speichern auch keine schlüpfrigen Videos von uns selbst in irgendwelchen versteckten Ordnern. Erstens würden das unsere IT-Kollegen irgendwann beim Aufräumen oder die Kollegen der Onlineredaktion beim Suchen von irgendwelchen Dateien entdecken. Zweitens haben wir gar nicht die Zeit für solche Dinge, denn die Leser von PZ-news sind ein gewisses Maß an Aktualität gewohnt – und das heißt: Arbeiten statt Spaß haben.

Also ab mit dem E-Mail-Mist in den Papierkorb. Und das empfehlen wir auch all unseren Lesern. Auch denen, die beim Surfen schon einmal auf einer Pornoseite gelandet sind. Bloß keinen Link anklicken, bloß nichts von dem tun, was jene Hacker fordern. In unserem Fall sollten „$350 in BTC (Kryptowährung)“ aufs „Bitcoin Wallet: 1Aq77aob4mxfgfuD7Cs12GN2gv82kBJmYW“ einbezahlt werden, damit der Hacker nicht diese angeblich bei uns gefundenen und scheinbar extrem peinlichen Videos „an alle deine Kollegen und Freunde!!!“ schickt.

Von wegen. Da könnte man das Geld gleich zum Fenster hinauswerfen. Das gilt auch für solche Mails, bei denen angeblich der Bundesnachrichtendienst oder eine andere staatliche Behörde Sperr- oder Strafaktionen ausführen würden, wenn nicht eine Gebühr bezahlt werde. Alles nur Quatsch. Finger weg von diesen Mails. Einfach nur löschen.

Immerhin hat der anonyme Betrüger, der ein paar Bitcoins von uns erpressen wollte, einen guten Rat – kostenlos in diesem Fall – für uns parat: „Und von nun an, seien Sie vorsichtiger! Bitte besuchen Sie nur sichere Webseiten! Tschüss!“

Aber vorsichtig waren wir ja schon immer. Und deswegen werden wir auch in Zukunft auf solche albernen E-Mails nicht reagieren. Maximal machen wir einen Artikel daraus.