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03.11.2015

Erpressung über Bewerbungen: Auch Firmen im Raum Pforzheim betroffen

Karlsruhe/Pforzheim. Immer öfter werden Firmen im gesamten Bundesgebiet Opfer digitaler Erpressung – auch fünf Firmen im raum Pforzheim und Karlsruhe sind laut Polizei von einer neuen Masche betroffen.

Kriminelle machen sich dabei zunutze, dass viele Betriebe auf Onlinebewerbungen setzen, und geben sich in E-Mails als Bewerber aus. Die Anschreiben sind in einem guten Deutsch verfasst und erwecken den Eindruck einer realen Bewerbung. Tatsächlich stecken aber Ganoven dahinter, deren Ziel es ist, den Computer der Firma mit einer Schadsoftware zu infizieren, die für eine Verschlüsselung der Firmendaten sorgt. Anschließend werden die Betriebe dann aufgefordert, mehrere Hundert Euro zu bezahlen, um wieder Zugriff auf die eigenen Daten zu erhalten. Bisher wurden im Raum Karlsruhe und im Raum Pforzheim fünf solcher Fälle bekannt. Mit den Ermittlungen befassen sich bei der Kriminalpolizei Spezialisten auf dem Gebiet der Computerkriminalität, sie haben nachfolgende Tipps:

Eingehende E-Mails sorgfältig prüfen, insbesondere dann, wenn über einen Link zum Download von Unterlagen unbekannter Quellen aufgefordert wird.

Auf die tatsächliche Dateiendung der Bewerbungsunterlagen achten. Die Endungen .exe oder .js weisen darauf hin, dass es sich um ausführbare Dateien handelt, die gegebenenfalls nicht erwünschte Änderungen am PC vornehmen.

Links hinsichtlich der Zieladresse überprüfen, indem man mit dem Zeiger der Maus über den Link streift , nicht klicken!

Nicht auf die Forderung der Kriminellen eingehen, sondern Anzeige bei der Polizei erstatten.

Daten aus einem Backup wieder herstellen, gegebenenfalls mit der Unterstützung eines IT-Spezialisten.

System mit regelmäßig zu aktualisierender Software (Firewall, Anti-Viren-Programm) schützen.

Mitarbeiter sensibilisieren.

Beii Ungereimtheiten und Fragen an die örtliche Polizeidienststelle wenden.