nach oben
Marco Peichl und Jan Westermann von der Begegnungsstätte wie auch die Ehrenamtliche Hülya Erdogan (von links) freuen sich auf viele Besucher im Bürokratiecafé. Foto: Ketterl
Marco Peichl und Jan Westermann von der Begegnungsstätte wie auch die Ehrenamtliche Hülya Erdogan (von links) freuen sich auf viele Besucher im Bürokratiecafé. Foto: Ketterl
12.07.2018

Erstes Caritas-Bürokratiecafé für Migranten

Pforzheim. Menschen mit Migrationshintergrund werden mit Dokumenten aus allen Bereichen überschwemmt. Diese werden vielfach in Plastiktüten gesammelt. Irgendwann, meistens wenn Probleme drohen, oder Geld nicht mehr gezahlt wird, wenden sich diese Menschen an die Caritas und bitten um Hilfe.

Um diesen Anliegen besser nachkommen zu können, entstand die Idee eines Bürokratiecafés, das dafür Raum schafft. Die Kombination aus entspannter Atmosphäre und persönlichem Austausch solle laut Caritas die Ernsthaftigkeit auflockern.

„Die Angst vor der Bürokratie überwiegt. Doch es ist nur der erste Schritt“, sagt Marco Peichl von der Migrationsberatung der Caritas. Ziel sei nicht, den Menschen die Arbeit abzunehmen, sondern sie darin zu schulen, bürokratische Probleme schrittweise selbstständig zu lösen. Dabei werden sie von Ehrenamtlichen unterstützt, die über verschiedene Sprachkenntnisse verfügen. Dennoch sei es wichtig, auch die deutsche Sprache zu vermitteln, um Sprachbarrieren abzubauen. „Die Eigenmotivation muss da sein, nur so wird das Projekt ein Erfolg“, so Peichl.

Das Bürokratiecafé in der Begegnungsstätte der Caritas, Jörg-Ratgeb-Straße 15a, ist an den Donnerstagen vom 19. und 26. Juli von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.