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Der dreifache Deutsche Meister, die Holzbiere Knielingen, siegt in der Disziplin Schautanz Junioren. Foto: Jürgen Keller
Tänzer des Feurio Mannheim siegen im Paartanz. Foto: Jürgen Keller
04.12.2016

Erstes Gardetanzsport-Turnier der KGHO bringt die Elite nach Pforzheim

Pforzheim. Das erste Goldstadt Gardetanzsport-Turnier der Karnevalsgesellschaft Hochburg hat in der Jahnhalle auf dem gleich hohen Niveau nahtlos da angeknüpft, wo im vergangenen Jahr das 35. Gardetanzsport-Turnier der Tanzsportgemeinschaft Stadtgarde seinen Abschied nahm. Die KGHO war seit drei Jahren mit Power im Boot, doch nach dem Zusammenschluss mit der Stadtgarde ruhte nun die Organisation erstmals auf den Schultern der KGHO, die sich mit 30 Mitgliedern einbrachte.

Bildergalerie: Erstes Gardetanzsport-Turnier der KGHO in der Jahnhalle

Die Stadtgarde hatte sich über die Jahre durch die Organisation von zahlreichen Qualifikationsturnieren einen Namen beim Bund Deutscher Karneval (BDK) gemacht. Dies zeigt sich auch in der Besetzung der Jury. Bestens ausgebildete und erfahrene Juroren aus allen Teilen der Republik wurden vom BDK in die Goldstadt delegiert. Beim zweitägigen Turnier konnten sich die über 1000 Leistungssportler aus 68 Vereinen ihre Fahrkarten für die Süddeutsche Meisterschaft am 11. sowie 18. und 19. März in Homburg ertanzen.

Für KGHO-Präsident Mario Romeiko war es ein großes Anliegen, dass das renommierte Turnier in der Goldstadt verbleibt. Nicht nur von OB Gert Hager gab es im Vorwort Lob – die Veranstaltung bereichere den Sportkalender der Stadt. Romeiko zeigte sich erfreut, „dass sich der Gardetanzsport seit Jahren stabil auf hohen Niveau halte, was besucher- wie Teilnehmerzahlen angehe.

Sportliche Höchstleistungen

Den 800 Besuchern wurden bereits beim Auftakt der zweitägigen Veranstaltung sportliche Höchstleistungen gezeigt, so der Turnierleiter und ehemalige Präsidenten der Stadtgarde, Joachim Leicht: mit den Junioren in den Disziplinen Tanzpaare, Tanzgarden, Tanzmariechen und den Schautänzen der Altersgruppen 2002 bis 2005. Maritta Heilig, aus Karlsdorf-Neuthard, eine Aktive des Deutschen Meisters im Schautanz und Gardemarsch, den Holzbiere aus Knielingen, bezeichnete es als „Wahnsinn, was die Tänzer mit ihrer tollen Disziplin auf die Bühne brachten“ – und das zum Teil in Gruppen von 38 Teilnehmern.

Zu den größten Gruppen gehörten die Burgaugarde vom SV Die Holzbiere Knielingen, die Juniorengarde von der Großen Carnevalsgesellschaft Feurio Mannheim sowie die Juniorengarde der TSG Bellheim. Das größte Teilnehmerfeld mit weit über 40 Starterinnen fand sich bei den Tanzmariechen ein. Die strengen Bewertungskriterien sind mit ein Grund, warum im Teilnehmerfeld keine Sporttänzer aus Pforzheim und der Region verzeichnet sind.

Einen emotionalen Kick gab den Teilnehmern die erstmals eingesetzte Projektionswand, wo die Tänzer und auch das Publikum die Wertung und Platzierung sofort mitverfolgen konnten.

Die Platzierungen der Jugend

Eine Augenweide im Jugendbereich waren die bunten und fröhlichen Schautänze. Hier setzte sich der dreifache Deutsche Meister (2013, 2014, 2015), die Holzbiere aus Knielingen mit ihrem Auftritt „Wer sucht, der findet“ mit 454 Punkten durch. Richtig eng wurde es auf den nachfolgenden Rängen.

Mit nur einem Punkt mehr (425) sicherte sich die NG Lauda mit „Autor der Reisenden“ den zweiten Platz vor der Narrenzunft Schmalzloch Hörden (424 Punkte) mit ihrem Schautanz „Es rappelt im Karton“.

Über den weiteren Turnierverlauf berichtet die „Pforzheimer Zeitung“ in der Dienstag-Ausgabe.