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Pforzemer Mess

DRK-Präsident Franz Weiss zeigt ein Bild von der Sanitätswache, die dringend her soll. Noch müssen er und seine Kollegen mit diesem maroden Bauwagen leben. Foto: Meyer
Drinnen bietet die Wache wenig Platz, alles ist äußerst spartanisch. Foto: Meyer
Beengt geht es dort zu, wo die Retter ihre Einsätze koordinieren. Foto: Meyer
20.06.2018

Ersthelfer der Pforzemer Mess haben selbst einen Notfall

Pforzheim. Trotz der maroden mobilen Sanitätswache leistet das DRK auf der Kirmes wieder Großes. Ersatz muss her, damit Retter wie Patienten weiter gut aufgehoben sind.

Der Messplatz ist derzeit das Zentrum des kollektiven Vergnügens. Und doch wird es hier zuweilen ernst. Wieder sind ausgebildete Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes rund um die Uhr vor Ort, wieder müssen sie umgehend und beherzt tätig werden. Wie Franz Weiss, der Präsident des DRK-Ortsvereins und Vize-Chef des DRK-Kreisverbands, im PZ-Gespräch berichtet, mussten auch bei dieser Auflage der Mess bereits Besucher mit Schürfwunden, Insektenstichen oder blutenden Wunden durch Glassplitter erstversorgt werden, aber auch ein Patient mit Verdacht auf Schlaganfall. Professionell und mit zeitgemäßem technischen Gerät werden die Betroffenen behandelt, dies jedoch in einer temporären Behausung, die zusehends zur Bruchbude mutiert.

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Die mobile Sanitätswache ist kein Sanierungs-, sondern ein Notfall. Vor 30 Jahren mag dieser umfunktionierte Bauwagen noch Standard gewesen sein. Nun aber frisst sich draußen der Rost Bahn, während drinnen „der Boden wegbricht“, sagt Weiss während einer kleinen Führung, die auch die überaus beengten Verhältnisse vor Augen führt. In der kommenden Saison sei diese Wache definitiv nicht mehr zu verwenden. Deshalb ist es erklärtes Ziel des DRK-Chefs, bis zum Frühjahr mit einem neuen Modell an den Start zu gehen. Der Knackpunkt ist aber das Geld. Rund 90 000 Euro wird der Nachfolger kosten, ein „reiner Zweck- und Standardbau“, wie Weiss versichert. Seit drei Jahren plant der Ortsverein diesen für Retter wie Patienten wegweisenden Umbruch, und doch fehlen noch 30 000 Euro. Wenn diese Lücke geschlossen ist, kann alles schnell gehen. Die Planung sei weit fortgeschritten, erläutert Weiss, der Bilder vom zukunftsträchtigen Mobil zeigt, das natürlich nicht nur während der Mess zum Einsatz kommen wird.

Mit Spenden können Bürger nicht nur diesen guten Geistern der Mess, sondern auch dem DRK-Nachwuchs etwas Gutes tun. Laut Weiss gibt es Überlegungen, die alte Wache später zu einem Jugendraum umzugestalten.

An diesem Freitag, gibt es von 18 bis 20 Uhr auf dem Messplatz eine Spendensammelaktion für die neue mobile Sanitätswache. Wer das Projekt des DRK-Ortsvereins unterstützen will, klickt auf pforzheim.drk-pforzheim.de und wendet sich per E-Mail an info.pforzheim@drk-pforzheim.de

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