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Kooperieren zum Wohle der Kinder: Angelika Blonski (Leiterin Lilith), Ulrike Pönisch (Fachberatung Kindertageseinrichtungen der evangelischen Kirche Pforzheim), Nicola Gellert, Alexandra Stadel-Höferl (beide Erzieherinnen), Ute Schukraft und Christina Faaß (beide von der Beratungsstelle Lilith, von links). Foto: Läuter
Kooperieren zum Wohle der Kinder: Angelika Blonski (Leiterin Lilith), Ulrike Pönisch (Fachberatung Kindertageseinrichtungen der evangelischen Kirche Pforzheim), Nicola Gellert, Alexandra Stadel-Höferl (beide Erzieherinnen), Ute Schukraft und Christina Faaß (beide von der Beratungsstelle Lilith, von links). Foto: Läuter
27.10.2015

Erzieher der evangelischen Kitas bilden sich zu Grenzwahrung fort

Pforzheim. Je früher ein Kind lernt, dass es in bestimmten Situationen auch zu einem Erwachsenen mit gutem Recht einfach „Nein“ sagen darf, desto besser. Dieser Überzeugung ist nicht nur Angelika Blonski, Leiterin der Beratungsstelle Lilith, die sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt verschrieben hat, sondern auch deren jüngste Kooperationspartner der evangelischen Kindertagesstätten der Stadt.

Die evangelische Kirche hat deshalb eine Fortbildung für 25 Erzieherinnen zum Thema Grenzachtung ermöglicht, deren Ergebnisse gestern im Hermann-Maas-Haus an der Pestalozzistraße vorgestellt wurden. 22 Kindertageseinrichtungen der evangelischen Kirche und drei der Diakonie profitieren nun von den Erkenntnissen, die jeweils eine Erzieherin aus jeder Einrichtung als Multiplikatorin mit in ihr Team bringt.

An insgesamt vier Nachmittagen haben die Teilnehmerinnen unter Anleitung von Ute Schukraft und Christina Faaß von der Beratungsstelle Lilih sich seit Februar mit den Themen grenzverletzendes Verhalten unter Kindern, konstruktiver Umgang mit Fehlern im pädagogischen Alltag, Grenzverletzungen von Mitarbeitern gegen Kinder, Eltern oder Kollegen und wertschätzende Gesprächsführung in Konfliktsituationen beschäftigt.

Anschließend erarbeiteten sie in Kleingruppen einen Leitfaden, dessen Inhalt mit den Kollegen der jeweiligen Einrichtung besprochen, abgeglichen und schließlich noch einmal überarbeitet wurde. Dieser soll nun dabei helfen, das Thema mittels der fortgebildeten Kollegen weiter in die Teams zu tragen und in den Einrichtungen präsent zu halten.