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Rund 90 Einsatzkräfte sind am Mittwoch zur Osterfeld-Schule in Pforzheim geeilt. 

„Erzieherisches Gespräch“ mit dem Verursacher des Polizei-Einsatzes an der Osterfeld-Schule

Pforzheim. Bis zum Abschluss der Ermittlungen müssen die Eltern des strafunmündigen Jungen damit rechnen, für den Polizei- und Rettungseinsatz am Mittwoch rund um den Komplex Osterfeld zur Kasse gebeten zu werden. Das würde mindestens einen vierstelligen Betrag bedeuten.

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„Grundsätzlich“, so Polizeisprecherin Sabine Doll auf PZ-Anfrage, sei ein solcher Einsatz kostenpflichtig, doch bedürfe es stets einer Einzelfallprüfung – was die rechtliche Seite betreffe als auch das Gesamtbild wie auch die finanzielle Situation der Eltern. Auch das DRK prüfe noch, so Kreisgeschäftsführer Stefan Adam. Das hänge auch mit den Ermittlungsergebnissen der Polizei zusammen.

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Mitarbeiter des Hauses des Jugendrechts hätten mit dem Verursacher des spektakulären Einsatzes ein „erzieherisches Gespräch“ geführt, so der Erste Staatsanwalt Bernhard Ebinger. Der Junge – Ebinger: „Ein bisher unbeschriebenes Blatt“ – hatte in einem Chat einem Zwölfjährigen gedroht, er werde ihn umbringen. Die Polizei erlangte Kenntnis von der Drohung und rückte am Morgen mit einem Großaufgebot an. Die Schüler wurden nach Hause geschickt oder zur Sporthalle gebracht.

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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