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Wolfgang Schick (im Vordergrund) und seine Kollegen im Gespräch mit interessierten Bürgern. Diese holten sich Tipps im Umgang mit Kriminalität ab, erkundigten sich aber auch vielfach über den Beruf des Polizisten.  Foto: Moritz 

Es geht um Kriminalität, aber auch den Beruf: Polizeibeamte mit Stand in der Schlössle

Pforzheim. Die Schlössle-Galerie ist ein Publikumsmagnet. Innen sowieso, aber auch der Vorplatz und die Seitenstraße sind Treffpunkte junger Leute, letztere vorwiegend männlichen Geschlechts und südländischer Herkunft.

Weil es dabei wiederholt zu Handgreiflichkeiten kam, aber auch zum Hinterherrufen an die Adresse junger Frauen und Mädchen, fühlt sich mancher nicht mehr so richtig wohl. Stadt und Polizei haben reagiert, mit erhöhter Präsenz von Ordnungshütern und Sozialarbeitern. Auch mit einer regelmäßigen Mobilen Wache der Polizeiprävention.

Im Inneren der Shopping Mall, aus dem keinerlei Vorfälle bekannt sind, hat der Infostand der Polizei am Mittwochnachmittag zwischen 14 und 18 Uhr seine Premiere erlebt. Wolfgang Schick, Leiter des Stands und vor Ort einer der drei Beamten als Ansprechpartner, zeigt sich zufrieden angesichts der Nachfrage. In den ersten zwei Stunden seien 25 Leute am Stand gewesen, hätten Fragen gestellt zum Kriminalitätsgeschehen, zur tatsächlichen und gefühlten Sicherheit, zu Raub, weniger als erwartet zum Enkeltrick – und mehr als vorhergesehen zum Beruf des Polizeibeamten.

Polizei zum Anfassen kommt an

„Die Leute finden es gut, wenn Polizisten zum Anfassen da sind“, berichtet Schick. „Vor allem, wenn sie ein bisschen Zeit haben, kommen sie gleich auf die allgemeine Sicherheitslage zu sprechen.“ Das Geschehen auf offener Straße im Umfeld der Schlössle-Galerie sei allerdings ein weitaus stärkeres Thema bei den mobilen Wachen, die im Freien in der Fußgängerzone stattfinden.