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Jede Menge Superhelden waren bei der Hochzeit von Kim Nadja Murr zu Gast.
Jede Menge Superhelden waren bei der Hochzeit von Kim Nadja Murr zu Gast. © privat
31.12.2016

Es lebe die Liebe: PZ-Leser zeigen die guten Seiten des Jahres 2016

Was bleibt von 2016? Von einem Jahr, in dem es der Negativ-Nachrichten zu viele gab? Wer mit den Menschen aus Pforzheim und dem Enzkreis spricht, erfährt: Nein, es war nicht alles schlecht. Und so manches war sogar sehr gut. Es sind vor allem Zeugnisse ihrer Liebe, an die sich viele Menschen zum Jahresende erinnern.

„Was war Ihr schönstes Erlebnis des Jahres?“ Das hatte die „Pforzheimer Zeitung“ ihre Leser gefragt – und auffallend viele Zuschriften bekommen, die von Tagen der Liebe zeugen. Etwa jener Februartag, an dem die Pforzheimerin Nesibe Bülbül von ihrem Freund in das „Elemenz Café“ nahe der Rossbrücke geführt wurde. „Dort kamen wir an, und jeder fing an zu klatschen“, erinnert sie sich. Auf dem Boden ein Herz aus Kerzen, in den Händen ihrer Freundinnen Herzchenballons. Noch während sie staunte, „fing das Lied an zu laufen, das wir zwei liebten – und plötzlich kniete mein Prinz sich vor mich hin und fragte mich, ob ich ihn heiraten möchte.“ Nesibe Bülbül sagte „Ja“ – und war damit eine von fast 400 Pforzheimerinnen im Jahr 2016.

Ähnlich viele Hochzeiten wie 2015 - und noch mehr Geburten

Denn „den angeblichen Trend, wonach die Zahl der Eheschließungen zurückgeht, gibt es bei uns nicht“, sagt Sibille Seemann. Der Liebe zuliebe öffnete die Leiterin des Pforzheimer Standesamtes in den vergangenen Wochen auch montags die Türen, um ausreichend Termine für alle Trau-Willigen zu finden. Zwar steige die Zahl der Trauungen jedes Jahr im Dezember noch einmal an, erinnert sie sich. Und auch deutschlandweit ist der Dezember stets der Wintermonat mit den meisten Hochzeiten. „Aber so viele wie in diesem Dezember waren es bei uns zuletzt nicht“, sagt Seemann.

Freilich sind es nicht nur Pforzheimer, die heute Nacht erstmals als Ehepaar ins neue Jahr starten. Zu den Neu-Ehefrauen des Enzkreises gehört etwa die Remchingerin Kim Nadja Murr, die ihrem Liebsten am 16. Juli das Ja-Wort gab – und in der Nachricht an die PZ eine Liebeserklärung mitschickte: „Für mich ist und bleibt mein Mann mein Superman!“ Oder die Neulinger Andrea und Georg Lindenmeier, die an die Hochzeit ihres Sohnes Timo mit seiner Tamara zurückdenken. „Ein ganz besonderer Höhepunkt auf der Feier war der Auftritt des Tenors Jay Alexander“, so die Eltern des Bräutigams. Bei der Erinnerung daran werde man noch „das eine oder andere Tränchen vergießen“.

Dass für Glücksgefühle nicht zwingend Ringe getauscht werden müssen, zeigt die Zuschrift von Isabelle Granger, die zu ihrer Liebe zurückfand: Eineinhalb Monate nach der Trennung „schnappte er mich trotz all meiner Zweifel und fuhr mit mir nach Paris“, so die Pforzheimerin. Jener 14. August war der „glücklichste Moment meines Lebens. Das zeigt mir, dass es sich lohnt zu kämpfen.“

Kinder machen glücklich

Nur eines war für viele Menschen in der Region 2016 noch bewegender als die Liebe zum Partner: die Liebe zum Nachwuchs. „Ich dachte zwar, ich wäre vorher schon glücklich gewesen mit meinem tollen Mann“, berichtet die Pforzheimerin Romina Sadler. „Aber erst seit Noah auf der Welt ist, weiß ich, was Glück überhaupt bedeutet.“ Und auch Melanie Sruk aus Würm freut sich darüber, „einen gesunden und fröhlichen Sohn zu haben, der einem jeden Tag aufs Neue zeigt, wie wunderschön das Leben ist“. Besonders emotional war die Geburt ihres Sohnes für eine andere PZ-Leserin: „Wir wünschten uns so sehr ein Kind und versuchten es über zwei Jahre“, erinnert sich die Engelsbranderin. „Im Sommer 2015 hatte es endlich geklappt – doch leider verloren wir es in der zehnten Woche.“ An Silvester 2015 dann die erneute frohe Kunde: Sie war wieder schwanger. „Doch dann musste ich ganze elf Wochen ins Krankenhaus, da die Gefahr bestand, dass es der kleine Wurm nicht schafft.“ Doch er schaffte es – und kam im August kerngesund zur Welt.

Der „kleine Wurm“ ist einer von knapp 2500 Gründen dafür, dass Standesamtleiterin Seemann bei den Geburten einen zehnprozentigen Anstieg für Pforzheim und den Enzkreis vermelden kann.

Außergewöhnliche Reisen der Leser

Es sind also oft die kleinen, privaten Momente, die 2016 zu einem guten Jahr gemacht haben – wie weitere Zusendungen beweisen: von Michelle Lipinski etwa, deren Chinchillas an Nikolaus ein Baby bekommen haben. Oder von Julia Schmid, die sich für ihre Weiterbildung zur Pflegedienstleitung mit einem Adele-Konzert in New York beschenkte. Ein ähnliches Bild zeichnet die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast: Negativ blickt sie auf das Weltgeschehen zurück, positiv blieb ihr eine Fahrradtour durch 28 Städte und Gemeinden der Region in Erinnerung. „Das Resultat“, so Mast: „Ich habe mir sofort ein E-Bike gekauft.“ Auf Reisen waren auch Sonja und Frank Hailer, die in ihrer Nachricht schreiben: „Unser größtes Erlebnis 2016 war im August die erfolgreiche Besteigung des Mont Blanc.“ Am 28. August „hissten wir die Fahne unseres Heimatortes Wurmberg“, berichten sie – „ein gigantisches Erlebnis“.

Gigantisch war für Tatjana Schwindt das ganze Jahr 2016, da sie sich in diesem bewies, dass es auch ohne Nikotin geht. Nicht von den Glimmstängeln, sondern von seiner Arbeit hat sich dagegen Joachim Below befreit. Seiner Gesundheit zuliebe verzichtet der 64-Jährige auf ein paar Euro monatlich – und nennt daher als schönsten Moment des Jahres „als der Rentenberater mir meinen fertig ausgefüllten Rentenvertrag zur Unterschrift vorgelegt hat.“

Im Rahmen der PZ-Umfrage wurden ein Tablet, ein Smoothie-Maker und ein Bobbycar verlost. Gewonnen haben Romina Sadler, Nesibe Bülbül und die Familie Lindenmeier. Herzlichen Glückwunsch!

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