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Insgesamt fünf neue Räte ziehen ins Eutinger Rathaus ein - darunter drei unter 30 Jahren. 

Eutingen nach der Wahl des Ortschaftsrats: Das Gremium ist jünger denn je

Pforzheim-Eutingen. Es sind nur wenige Veränderungen, die die Ortschaftsratswahl in Pforzheims größtem Stadtteil mit sich brachte – dafür welche, die es in sich haben. So hat sich das Eutinger Gremium deutlich verjüngt – und der Kampf um das Amt des Ortsvorstehers wurde direkt am Tag der Wahlverkündung von Stimmkönig Thomas Goßweiler (Unabhängige Bürger) ausgerufen.

Zwar hat Amtsinhaber Helge Hutmacher (CDU) trotz Verlusten seiner Partei mit sieben Mandaten nach wie vor die Mehrheit. Allerdings mit nur einem Sitz Differenz. Sollten sich die Räte bei der Abstimmung zu ihren jeweiligen Parteifreunden bekennen, liegen die UB nur um eine Stimme hinten. Das Zünglein an der Waage wären in diesem Fall AfD und SPD. Egal, wer am Ende das Amt übernimmt, er oder sie hat als Speerspitze des Gremiums einiges zu tun, denn der Wunschzettel in Eutingen ist lang. Von einer neuen Turnhalle, dem langfristigen Erhalt des Stadtteilbads bis zur Teilhabe an der Planung des Lärmschutzes für das Ausbauvorhaben an der B 10 reichen die Themen, die in Eutingen auf der Agenda stehen.

Wer hat die Mehrheit?

Das ist nach wie vor die CDU, auch wenn sie 6,5 Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2014 verlor. Statt bislang acht hat die Partei im neuen Rat daher nur noch sieben Sitze. Der Verlorene geht an die UB, die künftig sechs Räte stellen und im Mai 8,6 Prozent mehr einfahren konnten. Bei SPD (minus 2,6 Prozent) und AfD (minus 0,4 Prozent) hat sich nichts geändert – die Sozialdemokraten kommen auf zwei, die AfD auf einen Sitz.

Wie alt ist der neue Rat?

Um einiges jünger als der Amtierende. Dessen Durchschnittsalter liegt laut der städtischen Pressestelle bei 59,2 Jahren, was etwa dem Geburtsjahrgang 1960 entspricht. Der neue Ortschaftsrat bringt es gemeinsam auf den Jahrgang 1966. Für die Frischekur sorgen dabei in erster Linie Yannick Kuppinger (UB), der mit dem Geburtsjahr 1994 Markus Lipps (CDU, Jahrgang 1983) den Rang als jüngster Ortschaftsrat abläuft. Doch auch Esad Esmer (1992) und Kristin Künkele (1990, beide SPD) drücken den Altersschnitt deutlich nach unten. Die älteste Fraktion ist übrigens die AfD, für die Michael Baitinger (Jahrgang 1955) im Rat sitzt, gefolgt von der UB (knapp 1961), der CDU (knapp 1965) und der SPD (1991). Den Rat mit ihrem Einzug deutlich zu verjüngen, war eines der Ziele der Sozialdemokraten, wie Esmer bei der Ergebnisverkündung erklärte.

Mehr über die neue Zusammensetzung des Eutinger Ortschaftsrats lesen Sie am Samstag, 15. Juni, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.