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Senioren-Gymnastik im Eutinger Hallenbad. Es soll nach dem Willen der Stadt für die Öffentlichkeit vermehrt zur Verfügung stehen. Foto: Ketterl
Senioren-Gymnastik im Eutinger Hallenbad. Es soll nach dem Willen der Stadt für die Öffentlichkeit vermehrt zur Verfügung stehen. Foto: Ketterl
16.07.2015

Eutinger Bad soll sich mehr öffnen

Zukunft der Karl-Friedrich-Schule, Schulkindbetreuung, Bau einer Kindertagesstätte – drei der Themen neben Unterkünfte für Asylbewerber und Flüchtlinge sowie Restausbau der Enzstraße, die zuletzt in Eutingen zu teils hitzigen Diskussionen führten. Da Bürgermeisterin Monika Müller am Mittwochabend ihren Besuch im Ortschaftsrat angekündigt hatte, war von Ortsvorsteher Helge Hutmacher auch eine Bürgerfragestunde auf die Tagesordnung gesetzt worden. Doch das Interesse war gering. Neben Schulleiterin Claudia Becker waren nur drei Mütter gekommen.

Auch wenn in Eutingen aktuell kein Gebäude und keine Freifläche zur Verfügung steht, ist der Stadtteil von dem drängenden Problem „Suche nach Unterkünften“ nicht ausgeschlossen. Derzeit befindet sich in unmittelbarer Nähe, in der Siedlung Eutinger Tal, das größte Quartier für Asylsuchende. Wobei Kinder teilweise die Karl-Friedrich-Schule besuchen.

Diese ist, wie Müller anmerkte, ebenfalls davon tangiert, dass das Modell Werkrealschule am Ende sei, da die Eltern ihre Kinder vermehrt direkt auf die Realschule schicken würden. Die Bürgermeisterin hofft jedoch, dass Eutingen von diesem Wandel nicht so schnell tangiert sein wird. Zumal die Karl-Friedrich-Schule in Sachen Inklusion (gemeinsame Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung) „eine gewisse Strahlkraft ausübt“. Erfreut teilte Schulleiterin Becker in diesem Zusammenhang mit, dass die Evaluierung der Karl-Friedrich-Schule (Bewertung unter anderem des pädagogischen Konzepts) ausgezeichnet aufgefallen sei, und es in drei von sieben Bereichen sogar ein „Exzellent“ gegeben habe.

Da das Emma-Jaeger-Bad geschlossen ist, das Huchenfelder Bad nach dem Brand nicht so schnell wie gewünscht wieder genutzt werden könne, soll das Eutinger Bad vermehrt für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang betonte Müller, wie wichtig auch der Schwimmunterricht sei. Wegen der angespannten Situation finde in der kommenden Woche ein Gespräch mit den Schulen statt.

Positiv entwickelt hat sich mit der künftigen Kita im Mäuerach die Situation in diesem Bereich. Nurmehr fünf Kinder unter drei und 33 über drei Jahre stünden auf der Warteliste. Müller geht davon aus, dass nach den Sommerferien 2016 der Neubau bei der Schule fertiggestellt sei. Der Spatenstich für diese Kindertagesstätte stehe aber noch nicht fest.

Da es in Eutingen keinen Hort geben wird, wird die Schulkindbetreuung zeitlich (bis 16.30 Uhr) und auch qualitativ ausgeweitet. Derzeit liegen 84 Anmeldungen vor. Durch den Umzug der Grundschulförderklasse an die Arlingerschule konnte die Raumfrage gelöst werden. Es wird auch eine Ferienbetreuung geben. Das Essen wird weiter im Alten E-Werk ausgegeben.