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Die Verbundenheit seiner Gemeinde wird ihm fehlen: Der evangelische Pfarrer von Eutingen, Paul-Ludwig Böcking, geht in den Ruhestand.Foto: Läuter
Die Verbundenheit seiner Gemeinde wird ihm fehlen: Der evangelische Pfarrer von Eutingen, Paul-Ludwig Böcking, geht in den Ruhestand.Foto: Läuter
23.07.2015

Eutinger Pfarrer Paul-Ludwig Böcking geht in Ruhestand

Es war seine erste und zugleich letzte Gemeindepfarrstelle, erzählt Paul-Ludwig Böcking kurz vor seiner Verabschiedung in den Ruhestand bei einem Gespräch in der evangelischen Kirche in Eutingen. Der noch immer ziemlich agile 67-Jährige, der zuvor lange Jahre als Generalsekretär des Landesverbands Baden des „Christlichen Vereins Junger Menschen“ (CVJM) tätig war, freut sich auf die neue Freiheit. Aber er sei auch traurig, gibt der Pfarrer zu, der nicht gerne viel Aufhebens um sich macht. „Ich habe gerne alles hier gemacht“, vor allem Predigen und Gottesdienste halten und Menschen begleiten habe ihm Freude bereitet. Gleichzeitig beschreibt er sich als eine Art Sozialmanager, der viel Zeit in Verwaltungsaufgaben der großen Gemeinde stecken müsse.

Da Eutingen inklusive Mäurach eine Gemeinde mit rund 3000 Mitgliedern, drei Kindergärten, zwei Gemeindehäusern, zwei Kirchen und jeden Sonntag eben auch zwei Gottesdiensten ist, kommt einiges an Arbeit zusammen. Da wundert es nicht, dass vor Böckings Antritt vor acht Jahren die Stelle de facto vier Jahre vakant war. Dieses Mal aber wird das nicht der Fall sein. Lediglich ein Monat wird zwischen Böckings Abschied, der am Sonntag um 18.30 Uhr mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang begangen wird, und dem Amtsantritt von dessen Nachfolger Christian Goßweiler liegen.

Dekanin Christiane Quincke zeigte sich froh darüber, dass die Stelle so schnell besetzt werden konnte und der Ältestenrat zugestimmt hat. Böcking, der mit zahlreichen Menschen in Eutingen verbunden ist, wird Abstand halten, damit sein Kollege sich gut einleben kann in der Gemeinde. Schon vor Monaten ist er nach Pforzheim gezogen. Nun freut er sich darauf, seine vier Kinder zu besuchen, die in Rom, Zürich und Dachau leben und endlich so nah seien, wie nie. Und Böcking freut sich darauf, endlich Zeit für Fernwanderungen, Reisen, Museumsbesuche und unzählige ungelesene Bücher zu finden.

Die Verbundenheit seiner Gemeinde wird ihm dennoch fehlen, das machen die Tränen in seinen Augen unmissverständlich klar, als er darüber spricht, wie toll der Zusammenhalt in Eutingen ist.