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Das marode Schloßbergzentrum steht auf dem Prüfstand: Bald fällt die Entscheidung der evangelischen Stadtsynode, welche Gebäude der Innenstadtgemeinden bestehen bleiben sollen.
Das marode Schloßbergzentrum steht auf dem Prüfstand: Bald fällt die Entscheidung der evangelischen Stadtsynode, welche Gebäude der Innenstadtgemeinden bestehen bleiben sollen. © Ketterl
07.04.2011

Evangelische Kirche muss sparen und rückt zusammen

PFORZHEIM. Die evangelische Kirche in Pforzheim muss sparen, um ihren Haushalt bis 2018 zu konsolidieren. Für die Bauunterhaltung ihrer rund 100 Immobilien muss sie jährlich eine dreiviertel Million Euro aufwenden. Wenn das so weiter gehe, so der Vorsitzende der Synode, Norbert Echle, seien die Rücklagen bald aufgebraucht. Von einem Drittel der Räumlichkeiten wolle man sich trennen. Wann das der Fall sei, und welche Gebäude es treffe, werde im Herbst klar sein.

Auch wird es laut Dekan Hendrik Stössel Umstrukturierungen geben, Zusammenlegungen von Pfarrsekretariaten und dem Reinigungsdienst beispielsweise. Aus den Bauten von Altstadtgemeinde, Schloß- und Stadtkirchengemeinde solle beispielsweise ein einziger Komplex werden, sagt Hans Gölz-Eisinger, Pfarrer der Stadtkirchengemeinde.

Für die sanierungsbedürftigen fünf Gebäude der Schloßkirche, die auch einen Jugendtreff, die Suppenküche und Streetwork Innenstadt als Mieter beherbergen, könnte das an dieser städtebaulich sensiblen Stelle den Verkauf bedeuten. Die Synode sei auch daran interessiert, die Profile der vier Innenstadtgemeinden zu schärfen. So wolle die Stadtkirche neben der Seelsorge und der Kita-Arbeit mit Kultur, Musik und theologischer Bildung eine intellektuelle Klientel ansprechen. Die Altstadtkirche könnte noch stärker Brennpunktarbeit leisten, die Schloßkirche ihre offene Seelsorge mit dem C-Punkt weiter ausbauen und die Johannesgemeinde die Bandbreite an Gemeindearbeit abdecken. An das Streichen von Pfarrstellen sei momentan nicht gedacht. ol/mof