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22 Jahre lang war Bruno Rupp der „weiße Hai“ – wegen seiner Haare, seinem Biss und seiner Schwimmleidenschaft. Foto: Lorch-Gerstenmaier
22 Jahre lang war Bruno Rupp der „weiße Hai“ – wegen seiner Haare, seinem Biss und seiner Schwimmleidenschaft. Foto: Lorch-Gerstenmaier
21.12.2017

Ex-Bäderchef Rupp zum „Emma“: „Das riecht nach Gefälligkeitsgutachten“

Pforzheim. Bruno Rupp, langjähriger Bäder-Chef in Pforzheim, hält eine Sanierung des Emma-Jaeger-Bads für technisch machbar. Der 76-Jährige ist gegen das Plattmachen von „Emma“ und Huchenfelder Stadtteilbad.

Ein Artikel ragt heraus aus Dutzenden von Veröffentlichungen, herausgeschnitten aus Jahrzehnten Bäder-Berichterstattung in der PZ: „Pforzheims ,weißer Hai‘ zeigt Zähne“ ist der Titel, ist eine Hommage an Bruno Rupp, stammt von 2010 und erschien anlässlich des 70. Geburtstags des Mannes, der ein Synonym war für die Bäderlandschaft in der Goldstadt. Über 22 Jahre lang – bis 2004 – zeichnete Rupp für sechs Hallen- und zwei Freibäder, fünf Saunen und den medizinischen Bäderbereich der Stadt verantwortlich. Er machte aus dem damaligen Acht-Millionen-Mark-Projekt „Umgestaltung und Attraktivierung des zentralen Hallenbads“ eine Marke. Das Fachmagazin A.B. – Archiv des Badewesens – widmete in der Ausgabe 11/2004 dem Emma-Jaeger-Bad sogar einen Sonderdruck.

Dreimal in der Woche zieht er im Emma-Jaeger-Bad seine Bahnen – „wenn’s so marode sein soll, warum schließt man es dann nicht gleich?“, fragt sich der nach wie vor durchtrainierte sportliche Ex-Bäder-Chef, in seiner aktiven Zeit unter anderem Vorstandsmitglied des damaligen Bundesfachverbands Öffentliche Bäder, Autor unzähliger Vorträge und Verfasser von mehr als 70 Gutachten.

Rupp blättert in Fotos, die er geschossen hat von der Sanierung des „Emma“ im Jahr 2002, mutmaßt höher gelagerte Interessen als die der Statik – im Gespräch fällt das Wort „Gefälligkeitsgutachten“ – und verneint eindeutig die unbedingte Schließungs-Notwendigkeit. Auch das Dichtmachen des Nichtschwimmerbeckens hätte man sich seiner Auffassung nach sparen können – indem man ein Edelstahlbecken hineingehängt hätte, wie das anderswo gang und gäbe sei, ohne das Becken aufzusetzen. Nach seiner Meinung gefragt hat den Oberverwaltungsrat a.D. und erfahrenen Gutachter übrigens niemand. Das Fachwissen holte man sich lieber von auswärts.

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Gaylord
22.12.2017
Ex-Bäderchef Rupp zum „Emma“: „Das riecht nach Gefälligkeitsgutachten“

Klingt etwas überheblich in meinen Augen,- "das Fachwissen holt man sich woanders" Habe aus erster Quelle erfahren dass das Emma schon 1983 und davor recht marode war. Und gemäss dem heutigen Gutachten, dürfte das auch der Wahrheit entsprechen. Pforzheim lebt schon seit jeher vom Schein, statt vom Sein. Und fast immer waren es Ortsfremde die hier was bewegt haben. mehr...

harrywuff
22.12.2017
Ex-Bäderchef Rupp zum „Emma“: „Das riecht nach Gefälligkeitsgutachten“

Ist der Herr Rupp jetzt auch noch Bauingenieur geworden. Hätte er in seiner Zeit als Chef lieber nach seinem Bad geguckt als quer durch Deutschland zu reisen und für andere Gutachten zu machen, wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen. mehr...

harrywuff
22.12.2017
Ex-Bäderchef Rupp zum „Emma“: „Das riecht nach Gefälligkeitsgutachten“

Auch im neuen von Herrn Rupp geplanten Teil mussten schon aufwendige Reparaturen gemacht werden. Wie kann das sein dass nach ein paar Jahren schon ein zusätzlicher Stützpfosten eingesetzt werden muss? Hat der "Bauingenieur" hier nicht aufgepasst? mehr...

Meiricher
22.12.2017
Ex-Bäderchef Rupp zum „Emma“: „Das riecht nach Gefälligkeitsgutachten“

Eventuell würde es doch nicht schaden, von Herrn Rupp ein Gegengutachten einholen zu lassen. Es ist ja oft so, dass Gutachten dem Auftraggeber in die Tasche spielen. So entstehen dann diese Gefälligkeitsgutachten.. besser einen zu vieöl anhören, bevor solche massiven Entscheidungen getroffen werden! Ich bin auch der Meinung, dass eine Sanierung möglich sein sollte. mehr...