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Burkhard Metzger
Burkhard Metzger
05.07.2016

Ex-Polizeichef Metzger bleibt Bürgermeister-Kandidat

Wer wird Erster Bürgermeister? Der von der vorschlagberechtigten CDU-Gemeinderatsfraktion nominierte Regionalverbandsdirektor Dirk Büscher? Der frühere Chef der einstigen Polizeidirektion Pforzheim, Burkhard Metzger? Sozialbürgermeisterin Monika Müller (SPD)? Oder gar der zumindest früher AfD-nahe, aber parteiunabhängige Dimitrij Walter?

Seit Dienstag steht jedenfalls fest: Burkhard Metzger bleibt bis zum Schluss, der Wahl durch den Gemeinderat am 26. Juli, im Rennen. „Ich beabsichtige nicht, meine Bewerbung zum Ersten Bürgermeister zurückzuziehen, werde mich der Entscheidung des Gemeinderats stellen und diese respektieren“, teilte der 55-Jährige gestern mit. Quasi offiziell vorgeschlagen als Erste Bürgermeisterin ist, nahezu unbemerkt, seit 28. Juni auch Sozialbürgermeisterin Monika Müller. Dies ist Teil eines Antrags der FDP-/Freie-Wähler-Gemeinderatsfraktion auf Auflösung des Dezernats IV. So soll ein Bürgermeister eingespart werden, was nach Berechnungen der Fraktion angesichts der angespannten Finanzlage mit einem sechsstelligen Betrag zu Buche schlagen würde.

In der SPD stößt eine Beförderung ihrer Sozialbürgermeisterin indes auf wenig Gegenliebe: Dies wäre nur gegen die CDU möglich, auf deren Stimmen Müller in zwei Jahren bei ihrer turnusgemäßen Wiederwahl dringend angewiesen ist. Anders sähe die Sache allerdings aus, wenn mit der Bestellung Müllers als Erste Bürgermeisterin jetzt sofort eine neue achtjährige Amtszeit beginnen würde. Die Nervosität in der Stadtpolitik gilt jedenfalls als hoch, die Entscheidung als unwägbar. Womöglich deshalb, heißt es, werde erstmals eine Bürgermeister-Wahl vor der Entscheidung durch den Gemeinderat nicht-öffentlich im Finanzausschuss am 19. Juli vorberaten.