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21.06.2017

FDP/FW: Parkkonzept am Sedanplatz überzeugt nicht

Pforzheim. Auf die in einem offenen Brief eines Anwohners artikulierten Sorgen über den Parkraum im Sedancarré hat die Ratsfraktion aus FDP und Freien Wählern mit einem Brief an Baudezernentin Sibylle Schüssler reagiert.

Der Anwohner hatte die Frage aufgeworfen, wie der bereits jetzt knappe Parkraum sich angesichts der vorgeschriebenen zwölf Parkplätze für 122 Hotelzimmer weiterentwickeln werde. Die Bedenken des Anwohners seien durchaus berechtigt, so die Fraktion, schließlich werde das Areal durch die Bebauung nachhaltig verdichtet. Bereits jetzt seien vielerorts im Quartier die Park- und Halteflächen nicht ausreichend. Viele Kunden des ansässigen Einzelhandels hätten nicht die erforderlichen Möglichkeiten, um ihre Fahrzeuge während ihrer Besorgungen räumlich nah abstellen zu können.

Janis Wiskandt (FDP) kennt das Problem: „Ich habe einen Laden in der Dillsteiner Straße und kann mir täglich anschauen, wie Autos Ehrenrunden an meiner Filiale vorbei drehen. Das Problem der Parkplatzsuchenden wird sicherlich nicht kleiner, wenn das Hotel für 122 Zimmer tatsächlich nur zwölf Stellplätze bekommen sollte.“ Die Fraktion befürworte eine Aufwertung des Quartiers durch die Schaffung eines Hotels und zusätzlichen Wohnraumes. Es helfe aber wenig, wenn Schüssler in ihrer Antwort darauf verweise, dass alles geltendem Recht entspreche, ohne einen Lösungsvorschlag zu präsentieren.

Fraktionsvize Michael Schwarz (Freie Wähler) überzeugt die Rechnung der Bürgermeisterin ebenso wenig: „Die Einhaltung von Paragrafen, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften dient vielleicht dazu, dass sich kein Verantwortlicher vorwerfen lassen muss, Recht gebrochen zu haben. Eine konstruktive Antwort, wie der Parksituation beizukommen ist, liefert sie aber nicht mit.“ Die Fraktion erwarte ein nachvollziehbares Parkkonzept, das auch den bestehenden Einzelhändlern des Sedanviertels hilft.

„Die Händler, Betriebe und Dienstleister in der Bleichstraße sind bereits jetzt so gebeutelt, dass weitere Leerstände zu befürchten sind, sollte alles so kommen wie prognostiziert“, so Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (FDP).