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Landesverkehrsminister Winfried Hermann spricht vor dem baden-württembergischen Fahrlehrerverband unter anderem über Elektromobilität. Foto: Läuter
Landesverkehrsminister Winfried Hermann spricht vor dem baden-württembergischen Fahrlehrerverband unter anderem über Elektromobilität. Foto: Läuter
01.05.2017

Fahrlehrerverband des Landes tagt im CCP: Kritik an neuem Gesetz

Pforzheim. Rund 500 Fahrlehrer aus ganz Baden-Württemberg haben am vergangenen Wochenende im CongressCentrum ihre 67. Mitgliederversammlung abgehalten.

Neben der Möglichkeit, sich bei zahlreichen Ausstellern rund um das Thema zu informieren, wurden am Samstagmorgen zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Verband geehrt. Der Vorsitzende des Verbandes, Jochen Klima, nutzte seine morgendliche Ansprache dazu, auf jene Themen hinzuweisen, die die Gemeinschaft der Fahrlehrer aktuell umtreibt.

Er begrüßte, dass nach langen und kontroversen Diskussionen das novellierte Fahrlehrergesetz voraussichtlich Anfang Januar 2018 in Kraft treten könne. Gleichzeitig kritisierte er, dass die Bundesregierung die Zugangsvoraussetzungen nicht wie erhofft, auf mindestens einen mittleren Bildungsabschluss angehoben habe. Er hoffe dennoch, dass das neue Gesetz dazu beitrage, den Fahrlehrermangel zu beseitigen. „Wenn aber ein auskömmliches Einkommen Fehlanzeige ist, dann brauchen wir uns nicht wundern, dass junge Leute den Beruf nicht ergreifen und Erfahrene sich enttäuscht abwenden“, betonte Klima in Richtung des Landesverkehrsministers Winfried Hermann, der an diesem Morgen als Hauptredner nach Pforzheim gekommen war.

Technische Innovation

In seiner Rede mit dem Titel „Die Chancen der neuen Mobilität“ bekräftigte Hermann, die Grünen hätten eine Mehrheit für einen mittleren Bildungsabschluss als Zugangsvoraussetzung gehabt, der Bundestag sei dieser aber leider nicht gefolgt. Insgesamt bringe das Gesetz einige positive Veränderungen mit sich, die Entstehung habe aber fraglos viel zu lange gebraucht.

In Sachen klimafreundlicher Mobilität dürfe das im Land nicht passieren. Man müsse sich entscheiden, ob man die Veränderungen und technischen Entwicklungen gestalten wolle oder alte Technologien hüten wolle wie einen Gral. Die Landesregierung habe sich entschieden, dabei zu sein und deshalb beispielsweise eine Förderung für die Anschaffung von Elektroautos für Fahrschulen eingeführt. Nur, so ein Teilnehmer im Anschluss an Hermanns Rede, bringe das einer Fahrschule wenig, da die Prüfung noch immer mit Handschaltung abgelegt werden muss, die ein Elektroauto nicht habe. In dieser Frage habe sich die EU leider quer gestellt, wie Hermann bedauerte.

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