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Premiere im Park: Bürgermeister Alexander Uhlig, Luisa Egenlauf vom Amt für Umweltschutz, Jana Edlinger vom Landratsamt und die Geschäftsführerin des Kommunalen Kinos Christine Müh (von links) freuen sich aufs Fahrradkino. Foto: Ketterl
Premiere im Park: Bürgermeister Alexander Uhlig, Luisa Egenlauf vom Amt für Umweltschutz, Jana Edlinger vom Landratsamt und die Geschäftsführerin des Kommunalen Kinos Christine Müh (von links) freuen sich aufs Fahrradkino. Foto: Ketterl
14.09.2015

Fahrradkino mit dem Film „Das Mächen Wadjda“ im Benckiserpark läuft allein durch Muskelkraft

Film ab für eine Premiere: Im Benckiserpark gibt es am kommenden Sonntagabend ein besonderes Filmspektakel. Damit der saudi-arabische Streifen „Das Mädchen Wadjda“ über die Leinwand flimmern kann, müssen die Zuschauer selbst etwas tun. Denn der Filmprojektor wird nicht etwa mit Strom aus der Steckdose betrieben, sondern durch Muskelkraft.

„Zehn Leute müssen treten, sonst geht das Licht aus“, fasste Bürgermeister Alexander Uhlig das spannende Projekt zusammen, das das Amt für Umweltschutz und das Landratsamt des Enkreises in Kooperation mit dem Kommunalen Kino (KoKi) und der Portus-Fahrradfürsorge veranstalten. Wie auf einer Art großem Heimtrainer sitzen zehn Radler nebeneinander und liefern somit den Strom für den Beamer und die Tonanlage, die sich die Verantwortlichen ebenso wie die vier mal fünf Meter große Leinwand von einem Verein in Freiburg ausgeliehen haben. Wem nach einiger Zeit die Puste ausgeht, der kann das Fahrrad für nachfolgende Freiwillige frei machen. Denn während des Tretens kann immer eine Person auf dem Rad wechseln, ohne dass der Film stoppt.

Und natürlich kommen auch die Radler während der sportlichen Betätigung in den Genuss des mit mehreren Filmpreisen gekrönten Streifens. „Das Mädchen Wadjda“ passt zum Thema: Der erste in Saudi-Arabien entstandene Spielfilm der Regisseurin Haifaa Al Mansour erzählt von einem Mädchen und ihrem großen Traum ein eigenes Fahrrad zu besitzen – in der restriktiven Gesellschaft Saudi-Arabiens kein leichtes Vorhaben. Zuvor gibt es um 19.30 Uhr eine weitere Premiere, die sich ins Thema einreiht: Dann wird laut KoKi-Geschäftsführerin Christine Müh das Ergebnis eines Medienprojekts mit Flüchtlingskindern unter dem Motto „Bewegung“ gezeigt. 15 Mädchen aus dem Eutinger Tal haben einen Film mit dem Titel „Kick it“ gedreht, in dem es um Flucht und ihre Zukunftsvorstellungen geht.

Damit die Zuschauer am 20. September nicht mit leerem Magen in die Filmvorführungen gehen, können sie sich ab 18 Uhr an einem interkulturellen Büfett stärken. Dies stellen laut Hartmut Wagner, Geschäftsführer des Stadtjugendrings, Jugendliche aus dem Haus der Jugend und deren Familien zusammen. Film und Büfett sind Teil der Energiewendetage und der interkulturellen Woche. Bei Regen findet die Veranstaltung in der Jahnhalle statt. Der Eintritt ist frei.