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Ob’s dieses Rad wird? Robin (zehn Jahre alt) ist sich noch nicht ganz sicher. Schwester Mara (sechs Jahre alt) und Mutter Claudia Zacher halten mit ihm nach dem passenden Zweirad Ausschau. Foto: Seibel
Ob’s dieses Rad wird? Robin (zehn Jahre alt) ist sich noch nicht ganz sicher. Schwester Mara (sechs Jahre alt) und Mutter Claudia Zacher halten mit ihm nach dem passenden Zweirad Ausschau. Foto: Seibel
18.03.2018

Fahrradmarkt lockt Radler in die Nagoldhalle nach Dillweißenstein

Pforzheim. Die Nagoldhalle ist prallvoll: Laufräder und Kinderräder, Damenräder, Rennräder und Mountainbikes. Sogar moderne Elektrische. Als sich dann um Punkt 13 Uhr die Türen für die fahrradinteressierte Kundschaft öffnen, kommen noch einige Hundert kauflustige Zweiradfans dazu.

Zum 22. Mal bereits organisieren die Motorradfreunde der Stadtwerke Pforzheim, in diesem Jahr zusammen mit dem Ski- und Snowboardclub Whitemove, den Basar, der die Leute in die Nagoldhalle in Dillweißenstein strömen lässt. Menschen wie Tim Rieger und seinen Sohn Maximilian. Die beiden suchen ein passendes Rad für den Achtjährigen und versuchen im Gedränge zwischen den ausgestellten und bepreisten Drahteseln den Überblick zu behalten. Die Hoffnungen ein Schnäppchen zu machen sind groß, schließlich hat es im vergangenen Jahr auch schon mal geklappt. Noch haben die beiden kein passendes Rad gefunden, aber das riesige Angebot muss auch erst gesichtet werden.

Einen regelrechten Boom beim Zweiradinteresse glaubt Roland Brenk, der Vorsitzende der Motorradfreunde, ausgemacht zu haben. Jedes Jahr würden es mehr, mehr Einlieferer, die vormittags ihre Räder bringen und sich mit den Experten auf einen Preis verständigen. Und mehr Kunden, die die Räder ab der Mittagszeit wieder aus der Halle rollen. Auch zu einer Probefahrt im Hof oder einem technischen Check. Wobei, das versichert Brenk, jedes Rad bereits im Vorfeld auf grundsätzliche Verkehrstüchtigkeit geprüft werde. Über 300 Räder aus jeglichen Gattungen und in allen Größen warten auf neue Besitzer, mehr als zwei Drittel davon werden schließlich auch verkauft.

Einen heißen Kandidaten hat auch der zehnjährige Robin schon gefunden, grellgrün, dicke Stollenreifen und so viele Gänge, dass er sie noch nicht einmal genau zählen konnte. Er ist hier mit Schwester Mara, 6, und Mutter Claudia Zacher. Das alte Rad ist zu klein geworden, ein neues muss her. Und bevor das vielleicht mal wieder zum Verkauf nach Dillweißenstein kommt, freut sich noch die kleine Schwester drüber.

Dass ein und dasselbe Rad mehrfach den Weg in die Nagoldhalle findet, bestätigt übrigens auch Roland Brenk. Gerade Kinder- und Jugendräder, aus denen die Fahrer mit der Zeit herauswachsen, finden so immer wieder neue Besitzer. Für zahlreiche Zweiradfans sei der Markt weit über die Stadtgrenzen hinaus ein fester Termin. Der riesige Andrang auch in diesem Jahr gibt Brenk recht.