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Mit allerlei Steinen hat der neunjährige Timo (links) sein Schmuckkästchen verziert. Susanne Reinmüller, Beauftragte für kulturelle Bildung, Claudia Baumbusch, stellvertretende Kulturamtsleiterin sowie die Museumspädagoginnen Regine Landauer und Birgit-Insa Beier (von links) schauen den Kindern über die Schulter. Seibel
Mit allerlei Steinen hat der neunjährige Timo (links) sein Schmuckkästchen verziert. Susanne Reinmüller, Beauftragte für kulturelle Bildung, Claudia Baumbusch, stellvertretende Kulturamtsleiterin sowie die Museumspädagoginnen Regine Landauer und Birgit-Insa Beier (von links) schauen den Kindern über die Schulter. Seibel
03.02.2019

Familiensonntage in den Museen sind eine Erfolgsgeschichte

Ganz schön was los im Untergeschoss des Schmuckmuseums. Rund 40 Kinder drängen sich an den Tischen, suchen sich Perlen, bunte Steine und glitzernde Ketten zusammen und basteln daraus verzierte Kästchen. Fast so aufwendig wie diejenigen, die in der Sonderausstellung mit der Aga-Khan-Sammlung im Erdgeschoss des Reuchlinhauses zu sehen sind. Aber mindestens genauso wertvoll für die Kinder.

Die haben übrigens auch Mütter, Väter und Geschwister mitgebracht, so, wie das sein soll, am Familiensonntag. Jeden ersten Sonntag im Monat öffnen zwei städtische Museen zwischen 14 und 17 Uhr Familien kostenfrei ihre Türen und laden zu einem spannenden Mitmachprogramm ein.

„Das Angebot entwickelt sich langsam zu einem Dauerbrenner“, zeigt sich die stellvertretende Kulturamtsleiterin Claudia Baumbusch begeistert von der Resonanz. Immer mehr Kinder würden die Angebote wahrnehmen, oft zusammen mit ihren Eltern. Und das ist durchaus gewünscht. Schließlich gehe es vor allem darum, gemeinsam etwas zu machen, so Baumbusch. Wie etwa beim Basteln der Schmuckkästchen gestern. In einer Zeit der zunehmenden Vereinzelung, befördert auch durch die modernen elektronischen Medien, hebt Baumbusch die soziale Bedeutung des Projekts hervor. Und wird dabei bestätigt von Susanne Reinmüller, der Beauftragten für kulturelle Bildung. Sie hat im vergangenen Jahr festgestellt, dass zunehmend auch eher finanzschwache Familien die kostenfreien Angebote wahrgenommen hätten, ein nicht unbedeutender Aspekt in einer Stadt mit einer so durchwachsenen Sozialstruktur wie Pforzheim. Für Baumbusch stellt das Angebot daher einen wichtigen Baustein für die „familienfreundliche Stadt“ dar.

Für das laufende Jahr stehen weitere spannende Angebote fest. So laden etwa am Sonntag, 3. März, das Technische Museum und die Pforzheim Galerie ein, am Sonntag, 7. April, das Schmuckmuseum und das Archäologische Museum und am Sonntag, 5. Mai, das Technische Museum und das Stadtlabor, jeder Ort mit einem ganz eigenen Mitmachprogramm. Für das nächste Jahr soll außerdem das Bäuerliche Museum in Eutingen in die Reihe aufgenommen werden.

Alle Familiensonntag sind einsehbar unter www.pforzheim.de/kulturellebildung.