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Wildes Treiben hat in Dillweißenstein Tradition. Anders als bisher, soll der Umzug im nächsten Jahr nicht wie bei den vergangenen 66 Mal am Faschingsdienstag, sondern am Samstag davor durch den Stadtteil ziehen. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Wildes Treiben hat in Dillweißenstein Tradition. Anders als bisher, soll der Umzug im nächsten Jahr nicht wie bei den vergangenen 66 Mal am Faschingsdienstag, sondern am Samstag davor durch den Stadtteil ziehen. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
19.04.2019

Fasching in der City und am Samstag: Pläne für Dillweißensteiner Umzug

Pforzheim. Bereits 66 Mal erlebte Dillweißenstein seinen traditionellen Faschingsumzug. Bislang fand die närrische Sause immer am Dienstag vor dem Aschermittwoch statt. Doch im kommenden Jahr wird sich das ändern: Denn die Organisatoren laden die Vereine und Zünfte für 2020 erstmals dazu ein, mit ihnen am Samstag den Stadtteil zur Pforzheimer Faschingshochburg zu machen. Doch das sind nicht alle Ideen, die der Umzugsrat für den närrischen Lindwurm hat.

Super gut sei die Stimmung trotz des Regens beim vergangenen Umzug in Dillweißenstein wieder gewesen, erklärt Jörg Müller, seines Zeichens Gildemeister der Belrem-Gilde und Vorsitzender des dortigen Umzugsrats. Dennoch gebe es einen Wermutstropfen, und der ist nicht meteorologischer Art: die überschaubare Zahl an Umzugsteilnehmern. Mehr als 1000 Einladungen hatte Müller verschickt – nur 50 Gruppen hatten am Ende ihr Kommen für den 5. März dieses Jahres zugesagt.

Nicht etwa, weil sie keine Lust auf Dillweißenstein gehabt hätten, wie der Umzugsratspräsident betont. „Aber viele haben am Faschingsdienstag eigene Veranstaltungen oder fahren zum Umzug nach Karlsruhe“, so Müller. Es sei ein Kraftakt gewesen, überhaupt 50 Gruppen zusammen zu bekommen. In den nächsten Wochen lädt Müller wieder zur Faschingssause nach Dillweißenstein. Jedoch nicht für den Faschingsdienstag, sondern erstmals für den Samstag davor, der – närrischer könnte es kaum sein – auf den 22.02.2020 fallen wird.

Doch Müller will noch an einer weiteren Stellschraube drehen – und zwar dem Standort. „Wir loten gerade die Möglichkeiten für ein Gastspiel in der Innenstadt aus“, verrät Müller. Eine denkbare Strecke wäre vom Sedanplatz über die Zerrennerstraße in Richtung Marktplatz. Er habe bereits Kontakt zum Amt für öffentliche Ordnung aufgenommen. Das Ergebnis: Grundsätzlich sei das schon möglich, auch wenn es vorab unzählige Aspekte von der Sicherheit über den Verkehr bis hin zur Finanzierung zu beackern gebe. „Vor 2021 ist das logistisch unmöglich“, stellt Müller klar. Dennoch will er die Idee weiterverfolgen und im Kontakt mit der Stadt sowie den Einzelhändlern der City bleiben.

Mehr über die Pläne für den Dillschdemer Umzug lesen Sie am Samstag, 20. April, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.