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Erleichtert macht sich Khalaf Nadhem Emad (vorne) auf den Weg zu seinem Zimmer in der Steubenstraße. Rechts warten weitere Flüchtlinge auf ihre Zuteilung, links stehen Diakonie-Mitarbeiter bereit, im Hintergrund im blau-schwarz karierten Hemd der ehrenamtliche Helfer Hassan Dnanie. Seibel
16.09.2015

Fast nichts geht mehr: Viele Pforzheimer Flüchtlingsunterkünfte sind voll

Pforzheim. Nachdem am Mittwoch 40 Asylbewerber aus den Erstaufnahmeeinrichtungen in Karlsruhe, Meßstetten und Ellwangen nach Pforzheim gebracht wurden, haben die meisten Flüchtlingsheime der Stadt ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Bei der Suche nach weiteren Unterkünften drängt somit die Zeit. Nach PZ-Informationen wird es immer wahrscheinlicher, dass das leerstehende ehemalige St. Trudpert-Krankenhaus an der Wolfsbergallee für drei Monate als Ausweichquartier für Schutzsuchende genutzt wird.

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Zu konkreten Gesprächen äußerte sich Sozialbürgermeisterin Monika Müller zwar noch nicht. Bezüglich weiterer Unterkünfte sei man aber „derzeit in Gesprächen“ und „zuversichtlich“, dass es bald eine Einigung gebe.

In Berlin diskutierte die SPD-Politikerin am Dienstag mit 300 Bürgermeistern und Landräten sowie der SPD-Parteispitze über die Flüchtlingspolitik. Danach erneuerte sie ihre Kritik am Bund: Langfristige Pläne etwa zu Arbeitsmarkt- und Bildungsprogrammen fehlten. Dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) noch immer eine schwarze Null anstrebe, sei „realitätsfern und ein Stück weit verantwortungslos“. Wer jetzt an Integration und Bildung spare, produziere für die Zukunft Langzeitarbeitslose und umso höhere Kosten.

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