760_0900_107980_Fatih_Ayguen.jpg
Fatih Aygün.  Foto: PZ-Archiv 

Fatih Aygün nimmt Stellung zum Bericht über den Einfluss der Gülen-Bewegung auf die interreligiöse Kita

Pforzheim. Zur Berichterstattung über die mutmaßliche Einflussnahme der Gülen-Bewegung auf die geplante interreligiöse Kita hat jetzt auch Fatih Aygün Stellung genommen. Der Gründer des Vereins „Bündnis für unabhängige Muslime im Enzkreis“, der in Pforzheim wohnt, kritisiert, dass wichtige Fakten aus dem „sehr ausführlichen Gespräch“ mit ihm nicht genannt worden seien.

Region+

Gemischte Reaktionen zum Gülen-Einfluss auf interreligiösen Kindergarten

So beispielsweise seine Kritik an den Strukturen der Gülen-Bewegung und sein Hauptziel, das überhaupt nicht zu den Gülen-Vereinen passe: Sein Bündnis wolle „ein kleines Gebetshaus oder auch Moschee“ im Zentrum Pforzheims bauen. Die Pläne habe auch OB Peter Boch schon gesehen. Außerdem sei der Gülen-nahe Goldstadt-Bildungskreis noch aktiv – er sei lediglich „vor langer Zeit“ aus dem Vorstand zurückgetreten und sei auch kein Mitglied mehr. Weiter pflege er keine Beziehungen mehr zur Gülen-nahen Schule in Karlsruhe. Zur Erinnerung: Einen Lehrer dieser Schule, der hinter den Schriften Gülens steht, hat er in den Beirat der interreligiösen Kita entsandt. Mit dem besagten Lehrer spiele er lediglich Fußball und sei deshalb mit ihm befreundet. Zusätzlich behauptet er, nie gesagt zu haben, dass er sich nicht als liberalen Moslem bezeichne. „Ich habe gesagt, dass ich mich als gläubigen Moslem sehe und mit dem Begriff liberal nichts anfangen kann.“

Sabine Mayer-Reichard

Sabine Mayer-Reichard

Zur Autorenseite